Schulausfall in Niedersachsen
: Drohen nächste Woche neue Ausfälle? Das Wetter-Risiko zum Wochenstart

Nach den Schulausfällen am Freitag richtet sich der Blick in Niedersachsen auf die nächsten Tage. Wie lautet die aktuelle Wettervorhersage?
Von
David Hahn
Osnabrück
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Glatteis: ILLUSTRATION - 20.11.2025, Baden-Württemberg, Stuttgart: Der Schriftzug «Glätte» ist im Heck eines Polizeifahrzeugs zu sehen, in der Heckscheibe spiegelt sich eine Polizistin (gestellte Szene). (zu dpa: «Eisregen und extreme Glätte: Schulausfall und viele Unfälle») Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Schriftzug «Glätte» ist im Heck eines Polizeifahrzeugs zu sehen, in der Heckscheibe spiegelt sich eine Polizistin (gestellte Szene).

Marijan Murat/dpa

Eisregen und extreme Glätte haben am Freitag in mehreren Landkreisen in Niedersachsen zu Schulausfällen geführt, weil ein sicherer Schulweg nicht mehr gewährleistet war. Wie sehen die Wetterprognosen für die nächsten Tage und den Wochenstart aus?

Schulausfall in Niedersachsen heute

Besonders betroffen von den gefährlichen Wetterverhältnissen war am Freitag der Westen des Landes. Laut Polizei kam es dort seit den frühen Morgenstunden zu mehreren Hundert Glätte-Unfällen. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Die Lage wurde teils als „katastrophal“ und „brandgefährlich“ beschrieben, auch Lkw standen quer. Meist blieb es bei Blechschäden, es gab aber auch Leichtverletzte. Der Deutsche Wetterdienst warnte am Vormittag vorwiegend westlich der Weser vor Regen oder Sprühregen, der auf gefrorenen Böden zu gefährlichem Glatteis werden kann. Zum Mittag sollte der Niederschlag laut DWD nachlassen. Die Warnungen galten unter anderem für Emsland, Ostfriesland sowie die Landkreise Nienburg, Göttingen, Holzminden, Schaumburg und die Region Hannover.

Vorhersage: Wie wird das Wetter in den nächsten Tagen?

In Niedersachsen bleibt es laut dem Deutschen Wetterdienst auch in den kommenden Tagen zunächst winterlich kalt. In der Nacht zum Samstag sinken die Temperaturen verbreitet unter den Gefrierpunkt. Es gibt leichten bis mäßigen Frost, örtlich auch Reifglätte. Auch am Samstag bleibt es glatt. Vor allem im Westen droht morgens erneut Glatteis (Unwetter), später geht der Niederschlag teils in Schnee über. Es sind kleine Neuschneemengen möglich. Besonders kalt wird es im Süden Niedersachsens. Dort sind bis zu -8 Grad möglich.

Ab Mitternacht ziehen aus Südwesten wieder Wolken auf, im äußersten Südwesten kann es erneut zeitweise gefrierende Niederschläge geben (Unwettergefahr). Östlich der Weser bleibt es überwiegend trocken. Die Temperaturen liegen meist um -1 Grad, auf den Inseln und im südlichen Emsland sind bis 1 Grad möglich.

Am Sonntag sind bei vorwiegender Bewölkung im Norden morgens noch letzte Flocken möglich, ansonsten bleibt es überwiegend trocken. Die Temperaturen steigen leicht auf 0 bis 2 Grad.

Zum Wochenstart steigt das Risiko für Schnee wieder an. In der Nacht zum Montag setzt im Süden und Südosten Schneefall ein. Am Montag bleibt es oft bedeckt, östlich der Weser fällt wiederholt Schnee, sonst sind nur einzelne Schneeschauer möglich. Die Temperaturen liegen meist bei 0 bis 2 Grad, im Süden kann es noch leichten Dauerfrost um -1 Grad geben. In der Nacht zum Dienstag bleibt es häufig stark bewölkt. Vor allem in der Osthälfte kann anfangs noch leichter Schnee fallen. Die Temperaturen gehen wieder zurück auf -1 bis -4 Grad. Im DWD-Ausblick werden für den Wochenstart bisher keine Unwetterwarnungen für Niedersachsen genannt.