Schnee in Deutschland
: Hier schneit es diese Woche

In den kommenden Tagen wird es in vielen Teilen Deutschlands schneien. Örtlich sind mehrere Zentimeter Neuschnee möglich.
Von
Lukas Böhl
Berlin
Jetzt in der App anhören
Wintereinbruch im Harz: 18.11.2025, Sachsen-Anhalt, Brocken: Wanderer gehen auf der Brockenstraße durch eine winterliche Landschaft. In den höheren Lagen des Harzes ist es winterlich geworden. Foto: Matthias Bein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Im Harz hat es bereits kräftig geschneit. Mehr Schnee ist im Anmarsch.

Matthias Bein/dpa

Deutschland steckt in einer frühwinterlichen Wetterlage. Polare Kaltluft und wiederholte Tiefausläufer sorgen bis zum Wochenende verbreitet für Schnee, Schneeregen und Glätte. Die Schneefallgrenzen liegen meist zwischen 300 und 600 Metern, sinken regional aber auch vorübergehend bis in tiefere Lagen.

Während der Süden zeitweise von freundlicherem Wetter profitiert, bleibt es im Rest des Landes dicht bewölkt und nasskalt. In den höheren Lagen von Harz, Erzgebirge, Schwarzwald und Alpen treten immer wieder Schneefälle auf, teils begleitet von Sturmböen auf exponierten Gipfeln wie Brocken und Feldberg. Die Nächte bringen vielerorts Frost und verbreitet Glätte durch Schnee oder überfrierende Nässe.

Wo es heute schneit

Heute schneit es vor allem in den westlichen und zentralen Mittelgebirgen sowie im Harz oberhalb von 300 bis 400 Metern. Dort kommen ein bis fünf Zentimeter Neuschnee zusammen, im Weststau des Harzes sind auch rund zehn Zentimeter möglich. In Schleswig-Holstein fällt zeitweise nasser Schnee, der örtlich für Schneematsch und glatte Straßen sorgt. In Bayern beschränkt sich der Schneefall tagsüber noch auf die höheren Lagen der nördlichen Mittelgebirge, während Baden-Württemberg erst am Abend vom nächsten Niederschlagsgebiet erfasst wird, das in mittleren Höhenlagen zunehmend in Schnee übergeht. Auch die mitteldeutschen Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geraten ab dem Abend unter Schneefall. Die Schneefallgrenze sinkt dort im Verlauf auf 300 bis 400 Meter. Besonders im Thüringer Wald, im Erzgebirge und im Harz bilden sich mehrere Zentimeter Neuschnee. In Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gibt es vor allem in den Mittelgebirgslagen erneut winterliche Verhältnisse mit glatten Straßen und Neuschneemengen zwischen ein und fünf Zentimetern.

Die Lage morgen – Donnerstag

Der Donnerstag bleibt unbeständig und kalt. An den Küsten dominieren Schnee- und Graupelschauer, vereinzelt sogar kurze Gewitter. Richtung Westen und Mitte wechseln dichte Wolken mit kurzen trockenen Abschnitten, dazwischen ziehen Schnee- oder Regenschauer durch. In den süddeutschen Mittelgebirgen und den Alpen schneit es weiter, im Schwarzwald kommen erneut ein paar Zentimeter hinzu. Die Temperaturen liegen meist zwischen minus einem und plus sechs Grad. In der Nacht breitet sich Frost fast landesweit aus, und Glätte wird vielerorts zum Risiko.

Der Freitag – Schnee im Süden, Sonne im Norden

Am Freitag ziehen sich die Schneefälle zunehmend nach Süddeutschland zurück. Besonders im Alpenraum und im südlichen Vorland schneit es weiter, teils anhaltend, und die Temperaturen bleiben oft im negativen Bereich. In West- und Mitteldeutschland zeigt sich das Wetter wechselhaft mit einzelnen Schnee- oder Schneeregenschauern. In den Mittelgebirgen hält sich lokal Dauerfrost. Der Norden und Nordosten erleben dagegen einen ruhigeren Tag mit größeren Auflockerungen, zeitweise auch Sonne und meist trockenen Verhältnissen. Die Höchstwerte liegen zwischen minus einem und plus fünf Grad. Die Nächte bleiben streng frostig, besonders in Tallagen der Mittelgebirge und Alpen, wo Temperaturen bis minus zehn Grad möglich sind.

Wo diese Woche Schnee fällt

Winterliche Bedingungen halten sich die gesamte Woche. Schneesicher sind vor allem Harz, Erzgebirge, Thüringer Wald, Rhön, Schwarzwald, Bayerischer Wald, Alpen sowie die höher gelegenen Regionen von Sauerland, Eifel und Westerwald. Zeitweise kann es aber auch in tieferen Regionen schneien, besonders im Norden und Nordwesten sowie in Teilen von NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.