Schließfächer aufgebrochen
: Tumult vor Sparkasse – Täter erbeuten 30 Millionen Euro

Rund 3200 aufgebrochene Schließfächer und geschätzte 30 Millionen Euro Beute: Vor der betroffenen Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen kocht die Stimmung hoch.
Von
dpa
Gelsenkirchen
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An der Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen-Buer läuft ein Polizeieinsatz, nachdem wartende Kunden versucht hatten in die Bank zu gelangen. Nach dem Einbruch in den Tresorraum der Bank fordern besorgte Kunden Informationen. Aufgrund der Situation bleibe die Filiale auch am Dienstag geschlossen, teilte die Polizei mit.

Christoph Reichwein/dpa
  • Einbruch in Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen: Täter erbeuten ca. 30 Millionen Euro.
  • 3200 Schließfächer aufgebrochen, über 2500 Personen betroffen – einer der größten Coups in Deutschland.
  • Einbrecher nutzten Spezialbohrer und drangen über ein Parkhaus in den Tresorraum ein.
  • Tumulte vor der Filiale: 200 Menschen fordern Infos, Polizei sichert Eingang.
  • Sparkasse klärt Schadensabwicklung mit Versicherung, Infos auf Website.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei dem Einbruch in den Tresorraum einer Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen haben die Täter nach erster Schätzung von Ermittlern rund 30 Millionen Euro erbeutet. Es seien 3200 Schließfächer aufgebrochen worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen. Mehr als 2500 Geschädigte seien betroffen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Es dürfte sich damit um einen der größten Coups bei einem Einbruch in der bundesdeutschen Kriminalgeschichte handeln. Der spektakuläre Einbruch war durch einen Brandmeldealarm entdeckt worden. Erneut versammelte sich am Dienstag einer Menge aufgebrachter Menschen vor der Filiale.

Nach dem Einbruch wächst der Unmut unter den besorgten Kunden. Am zweiten Tag infolge versammelte sich eine große Menschenmenge vor der Sparkassenfiliale im Stadtteil Buer, die Informationen erhalten wollten.

Tumult am Eingang 

Die Zahl der in der Kälte wartenden Menschen vor der Bankfiliale stieg am frühen Vormittag wieder auf schätzungsweise 200 an, wie ein dpa-Reporter berichtete. „Wir wollen rein, wir wollen rein!“, forderte lautstark ein Sprechchor.

Die Lage drohte zu eskalieren. Mehrere Menschen stürmten an Mitarbeitern einer Sicherheitsfirma vorbei in den Vorraum der Sparkasse. Die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagenbesatzungen an und sicherte den Eingang. Die Polizei machte mehrfach eine Durchsage: „Die Bank bleibt heute geschlossen, Informationen auf der Website der Sparkasse. Gehen Sie nach Hause.“

Ein großes Loch ist in der Wand des Tresorraums einer Sparkasse zu sehen. Einbrecher haben sich mit Hilfe eines großen Bohrers Zugang zum Tresorraum verschafft. Dort durchsuchten sie die Wertschließfächer. Das Loch in der Wand zum Tresorraum ist riesig.

-/Polizei Gelsenkirchen/dpa

Ersten Erkenntnissen zufolge erfolgte der Vorstoß der Täter über ein Parkhaus. Der Weg führte durch mehrere Türen in einen Archivraum, an dessen Wand schließlich ein Durchbruch zu dem Tresorraum erfolgte. Dabei kam ein Spezialbohrer zum Einsatz. Die Polizei hatte am Montag die Spuren am Tatort gesichert.

Auf ihrer Internetseite bat die Sparkasse darum, von einem Besuch vor Ort abzusehen. „Aktuell klären wir mit der Versicherung, wie die Schadensabwicklung so kundenfreundlich wie möglich erfolgen kann. Dazu werden wir alle betroffenen Kundinnen und Kunden informieren“, hieß es.