Sam Neill stirbt mit 78 Jahren
: Was war die Todesursache?

Der neuseeländische Schauspieler Sam Neill ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Das gab seine Familie über seinen Instagram-Account bekannt.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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FILES-AUSTRALIA-FILM-SAM NEILL: (FILES) Actor Sam Neill arrives for the premiere of "Blackbird" during the Toronto International Film Festival in Toronto, Ontario on September 6, 2019. "Jurassic Park" star Sam Neill died in Australia on July 13, 2026 aged 78, according to a family statement that described his death as "sudden and unexpected". (Photo by Geoff Robins / AFP)

Sam Neill bei einer Filmpremiere.

GEOFF ROBINS/afp

Der neuseeländische Schauspieler Sam Neill ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Der durch Filme wie „Jurassic Park“, „Das Piano“ und „Jagd auf Roter Oktober“ bekannte Darsteller starb am Montag, dem 13. Juli 2026, in Sydney. Seine Familie gab den Tod über Neills offiziellen Instagram-Account bekannt.

Todesursache von Sam Neill nicht bekannt

Eine konkrete Todesursache wurde bislang nicht genannt. Nach Angaben seiner Familie kam Neills Tod „plötzlich und unerwartet“. Er sei im Kreis seiner Angehörigen gestorben. Die Familie dankte zugleich den Mitarbeitern des St Vincent’s Private Hospital in Sydney für die Betreuung des Schauspielers.

Weitere Einzelheiten sollen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden. Bis dahin bittet die Familie darum, ihre Privatsphäre zu respektieren.

Sam Neill hatte in den vergangenen Jahren gegen eine seltene Form von Blutkrebs gekämpft. 2022 war bei ihm ein angioimmunoblastisches T-Zell-Lymphom im dritten Stadium festgestellt worden. Dabei handelt es sich um eine seltene und aggressive Form des Non-Hodgkin-Lymphoms.

Nach der Mitteilung seiner Familie war Neill zum Zeitpunkt seines Todes krebsfrei. Erst wenige Monate zuvor hatte er öffentlich erklärt, dass nach einer CAR-T-Zelltherapie bei Untersuchungen kein Krebs mehr nachweisbar gewesen sei.

Weltberühmt als Dr. Alan Grant

Internationale Bekanntheit erlangte Neill 1993 als Paläontologe Dr. Alan Grant in Steven Spielbergs „Jurassic Park“. Die Rolle spielte er später erneut in „Jurassic Park III“ und „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“.

Ebenfalls 1993 war er in Jane Campions preisgekröntem Drama „Das Piano“ zu sehen. Zu seinen weiteren bekannten Filmen zählen „Todesstille“, „Jagd auf Roter Oktober“, „Event Horizon“, „In the Mouth of Madness“ und „Hunt for the Wilderpeople“. Im Fernsehen übernahm er unter anderem die Rolle des korrupten Polizeibeamten Chester Campbell in der Serie „Peaky Blinders“.

Neill wurde 1947 als Nigel John Dermot Neill im nordirischen Omagh geboren. Seine Familie zog in den 1950er-Jahren nach Neuseeland. Seine Schauspielkarriere erstreckte sich über mehr als fünf Jahrzehnte und umfasste über 150 Film- und Fernsehproduktionen.

Neben der Schauspielerei betrieb Neill das Weingut Two Paddocks in der neuseeländischen Region Central Otago. 2022 wurde er für seine Verdienste um die Schauspielkunst zum Ritter ernannt.

Große Anteilnahme nach seinem Tod

Australiens Premierminister Anthony Albanese würdigte Neill als prägenden Darsteller zahlreicher australischer Geschichten. Der Schauspieler habe sich mit seinem trockenen Humor, seiner Nachdenklichkeit und seiner zurückhaltenden Art einen besonderen Platz in den Herzen vieler Menschen geschaffen.

Sam Neill hinterlässt vier Kinder sowie mehrere Enkelkinder. Seine Familie kündigte an, zu einem späteren Zeitpunkt weitere Informationen bekannt zu geben. Bis dahin bleibt die genaue Ursache seines plötzlichen Todes ungeklärt.