Saharastaub heute: Wann und wo weht aktuell der Wüstenstaub nach Deutschland?

Ist aktuell mit Saharastaub in Deutschland zu rechnen? Eine Karte zeigt die Lage heute, sowie die Prognose für die nächsten Tage.
Marijan Murat/dpaAktuell tritt Saharastaub in mehreren Ländern Europas auf. Auch Deutschland ist Vorhersagen zufolge betroffen. Wo ist überall mit Wüstenstaub zu rechnen und wie sieht die Vorhersage für die nächsten Tage aus?
Saharastaub heute: Wo gibt es aktuell Wüstenstaub?
Laut dem Atmosphere Monitoring Service zog Saharastaub am Freitag über das Mittelmeer primär nach Portugal und den Norden Spaniens hinweg. Am Samstag erreichte der Wüstenstaub Prognosen zufolge auch Frankreich und Deutschland. Besonders am Pfingstsonntag und Pfingstmontag wird hierzulande die höchste Belastung mit Saharastaub erwartet.
Zunächst ist primär Norddeutschland betroffen, ehe sich der Saharastaub am Sonntag weiter Richtung Mitte und Süden ausbreitet. Am Montag verlagert sich der Schwerpunkt zunächst nach Süddeutschland, später tritt die Staubwolke erneut im Norden auf.
Karte und Prognose: Saharastaub über Deutschland
Die folgende Karte zeigt die Belastung mit Saharastaub an der Erdoberfläche:
Hintergrund
Saharastaub in Deutschland mehrmals im Jahr auf, besonders häufig im Frühjahr und Herbst. Er entsteht, wenn starke Winde feinen Mineralstaub aus Wüsten wie der Sahara aufwirbeln und in große Höhen transportieren. Bestimmte Wetterlagen können diesen Staub über weite Strecken bis nach Deutschland bringen.
Mineralstaub ist ein zentraler Bestandteil der Atmosphäre und macht über die Hälfte der globalen Aerosol-Produktion aus. Seine Menge hängt von Faktoren wie Windstärke, Bodenbeschaffenheit und Feuchtigkeit ab. Die Partikel bestehen hauptsächlich aus Sand, Ton und anderen Mineralien. Der Staub beeinflusst das Klima, indem er Sonnenlicht streut und absorbiert sowie Wolkenbildung und Niederschlag verändert. Gleichzeitig hat er auch positive Effekte, etwa als Nährstofflieferant für Regenwälder und Ozeane.
Gesundheitlich gilt Saharastaub grundsätzlich als unbedenklich. Für Menschen mit Allergien oder Asthma kann er jedoch eine zusätzliche Belastung darstellen.
