Saharastaub heute: Karte zeigt aktuell betroffene Gebiete

Ist aktuell mit Saharastaub in Deutschland zu rechnen? Eine Karte zeigt die Lage heute, sowie die Prognose für die nächsten Tage.
Marijan Murat/dpaDiese Woche tritt Saharastaub in mehreren Ländern Europas auf. Besonders Südeuropa und der Westbalkan sind aktuell betroffen. Am Mittwoch und Donnerstag ist auch in Teilen Deutschlands mit Saharastaub zu rechnen. Die Prognose für die nächsten Tage gibt es hier mit den Daten des Atmosphere Monitoring Service zusammengefasst.
Saharastaub heute: Wo gibt es aktuell Wüstenstaub?
Saharastaub zieht heute, am Dienstag (13.04.2026), über das Mittelmeer weiter nach Osten und tritt primär in der südlichen Hälfte Italiens, besonders auf Sizilien, auf und zieht im Tagesverlauf weiter in Richtung Westbalkan und Griechenland. In Tschechien und Österreich ist nur eine leichte Belastung zu erwarten, Deutschland bleibt weitgehend verschont.
Karte und Prognose: Wie zieht der Saharastaub weiter?
Am Mittwoch schwächt sich der Staub über Europa insgesamt etwas ab, breitet sich aber nach Westen, Osten und Norden aus. Die Schwerpunkte bleiben Italien, Griechenland und der Westbalkan. Im Süden Deutschlands, primär Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz, sind Mengen zwischen 5 und 10 µg/m3 möglich, ebenso in Teilen Frankreichs, Österreichs, der Schweiz sowie in Südosteuropa. Zusätzlich erreicht der Saharastaub die Türkei, wo er sich zum Ende der Woche hin deutlich verstärkt.
Am Donnerstag bleibt die Verteilung ähnlich, verschiebt sich nur leicht weiter in den Osten Europas. Am Freitag schwächt sich der Saharastaub insgesamt ab.
Hintergrund
Saharastaub in Deutschland mehrmals im Jahr auf, besonders häufig im Frühjahr und Herbst. Er entsteht, wenn starke Winde feinen Mineralstaub aus Wüsten wie der Sahara aufwirbeln und in große Höhen transportieren. Bestimmte Wetterlagen können diesen Staub über weite Strecken bis nach Deutschland bringen.
Mineralstaub ist ein zentraler Bestandteil der Atmosphäre und macht über die Hälfte der globalen Aerosol-Produktion aus. Seine Menge hängt von Faktoren wie Windstärke, Bodenbeschaffenheit und Feuchtigkeit ab. Die Partikel bestehen hauptsächlich aus Sand, Ton und anderen Mineralien. Der Staub beeinflusst das Klima, indem er Sonnenlicht streut und absorbiert sowie Wolkenbildung und Niederschlag verändert. Gleichzeitig hat er auch positive Effekte, etwa als Nährstofflieferant für Regenwälder und Ozeane.
Gesundheitlich gilt Saharastaub grundsätzlich als unbedenklich. Für Menschen mit Allergien oder Asthma kann er jedoch eine zusätzliche Belastung darstellen.
