Sächsische Schweiz: Was ist in Rathen passiert?

Schweres Unwetter in Rathen: Ein 28-Jähriger starb durch einen umgestürzten Baum, mehrere Menschen wurden verletzt. Die Felsenbühne sagte Vorstellungen ab.
Jonas Schubert/xcitepress/dpaBei einem Unwetter in der Sächsischen Schweiz ist am Freitag gegen 18 Uhr ein 28 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei und der Rettungsleitstelle Dresden wurde er nahe der Felsenbühne Rathen von einem umstürzenden Baum getroffen.
Drei weitere Menschen erlitten schwere Verletzungen und wurden in Krankenhäuser gebracht. Zehn Personen wurden vor Ort medizinisch versorgt. Rund 40 Besucher mussten aus dem betroffenen Gebiet gebracht werden.
Zahlreiche Bäume stürzten um

Felsenbühne Rathen sagt Vorstellungen nach Unwetter ab
Jonas Schubert/xcitepress/dpaBesonders betroffen waren der Bereich um den Amselsee sowie die Felsformation Schwedenlöcher. Durch starke Windböen stürzten dort zahlreiche Bäume um. Das Gelände ist felsig und schwer zugänglich. Einsatzkräfte mussten teilweise zu Fuß mit ihrer Ausrüstung zur Unglücksstelle gelangen.
Nach dem Unwetter wurde zunächst nach weiteren möglichen Opfern gesucht. Ein Polizeihubschrauber setzte bis etwa 22 Uhr eine Wärmebildkamera ein. Auch Drohnen der Bergwacht beziehungsweise des Deutschen Roten Kreuzes waren beteiligt. Am späten Abend wurde die Suche beendet, weil nach Angaben der Rettungsleitstelle niemand mehr vermisst wurde. Eine weitere Kontrolle war für den Samstagmorgen geplant.
Aufführungen bis Montag abgesagt

Schwere Unwetter in Ostdeutschland: 31.07.2026, Sachsen, Rathen: Einsatzkräfte vom Rettungsdienst sind nach schweren Unwettern unterwegs. Nach dem schweren Unwetter in der Sächsischen Schweiz mit einem Toten und mehreren Verletzten nahe der Felsenbühne wird es dort zunächst keine Aufführungen mehr geben. Foto: Robert Michael/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Robert Michael/dpaDie Felsenbühne Rathen sagte die für Freitag geplante Vorstellung von „Der kleine Horrorladen“ kurzfristig ab. Auch die weiteren Vorstellungen bis einschließlich Montag wurden gestrichen. Auf und nahe der Bühne waren Bäume umgestürzt. Das Gelände wurde gesperrt.
Nach Angaben des Spielbetriebsleiters Johannes Gärtner gab es auf der Bühne selbst keine Todesopfer. Zwei Menschen wurden demnach auf einem Zugangsweg leicht verletzt. Das Ensemble blieb unverletzt. Wie groß die Schäden an Bühne und Zuschauerrängen sind, sollte noch geprüft werden.

Ein Toter und mehrere Schwerverletzte nahe der Felsenbühne
Jonas Schubert/xcitepress/dpaSchäden am Amselsee
Auch der Amselsee wurde schwer beschädigt. Nach Angaben des Betreibers der Wanderrast lagen zahlreiche Bäume im See, zudem seien Boote zerstört worden. Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor für weite Teile Sachsens vor schweren Gewittern gewarnt. Erwartet wurden unter anderem starke Windböen, umstürzende Bäume und herabfallende Gegenstände.
