GEZ-Gebühr vor Erhöhung
: In der Historie gab es sogar mal einen sinkenden Rundfunkbeitrag

Der Rundfunkbeitrag soll wieder steigen. Doch das war nicht immer so. Ein Blick in die Historie der GEZ-Gebühr zeigt, dass es auch mal billger wurde.
Von
Daniel Steiger
Berlin
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Der Rundfunkbeitrag soll ab 2025 vorläufigen Berechnungen von Finanzexperten zufolge auf 18,94 Euro steigen. Wie hat sich die GEZ-Gebühr in der Vergangenheit entwickelt?

Jens Büttner/dpa
  • Rundfunkbeitrag soll 2025 auf 18,94 Euro steigen, derzeit 18,36 Euro.
  • Historisch gab es auch Senkungen, z.B. 2015 auf 17,50 Euro.
  • Seit 1924 stieg der Beitrag von 2 Reichsmark stetig an.
  • 2022 erzielten ARD, ZDF und Deutschlandradio 8,4 Mrd. Euro Einnahmen.
  • Beitragshöhe wird durch Staatsvertrag der Bundesländer festgelegt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Aktuell wird wieder mal über den Rundfunkbeitrag gestritten. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben errechnet, dass sie mehr Geld benötigen. Beim aktuellen Treffen der Ministerpräsidentinnen der Bundesländer steht auch die GEZ-Gebühr auf der Tagesordnung. Auf wieviel soll der Beitrag 2025 steigen? Wie hat er sich in der Vergangenheit entwickelt? Und warum gibt es ihn überhaupt? Hier sind die Infos zur GEZ-Gebühr:

Soviel soll die Rundfunkgebühr 2025 betragen

Der Rundfunkbeitrag könnte ab 2025 vorläufigen Berechnungen von Finanzexperten zufolge von monatlich 18,36 Euro um 58 Cent auf 18,94 Euro steigen. So lautet zumindest die Empfehlung des Expertengremiums KEF. Das letzte Wort haben aber die Bundesländer und beim heutigen Treffen der Ministerpräsidenten in Leipzig könnte ein Beschluss fallen.

So hat sich die GEZ-Gebühr in der Vergangenheit entwickelt

Schon im Jahr 1924 gab es eine Rundfunkgebühr. Damals mussten die Deutschen für den Betrieb einer Rundfunkempfangsanlage im Monat 2 Reichsmark zahlen. Und so hat sich laut KEF die Gebühr danach entwickelt:

  • 1924: monatlich 2,00 RM
  • 1954: monatlich 5,00 DM als Fernsehgebühr (umgerechnet 3,58 Euro)
  • 1970: monatlich umgerechnet 4,35 Euro
  • 1974: monatlich umgerechnet 5,37 Euro
  • 1979: monatlich umgerechnet 6,65 Euro
  • 1983: monatlich umgerechnet 8,31 Euro
  • 1988: monatlich umgerechnet 8,49 Euro
  • 1990: monatlich umgerechnet 9,71 Euro
  • 1992: monatlich umgerechnet 12,17 Euro
  • 1997: monatlich umgerechnet 14,44 Euro
  • 2001: monatlich umgerechnet 16,15 Euro
  • 2005: monatlich 17,03 Euro
  • 2009: monatlich 17,98 Euro
  • 2013: monatlich 17,98 Euro
  • 2015: monatlich 17,50 Euro
  • 2021: monatlich 18,36 Euro
  • 2025: monatlich 18,94 Euro (?)

Warum gibt es den Rundfunkbeitrag überhaupt?

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk aus ARD, ZDF und Deutschlandradio wird im Wesentlichen aus Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag finanziert, den Haushalte und Firmen zahlen. 2022 kamen 8,4 Milliarden Euro für die Medienhäuser zusammen. Die Beitragshöhe ist in einem Staatsvertrag festgelegt, dem alle Länder einstimmig zustimmen müssen.

Der Rundfunkbeitrag ist Teil der Struktur, die die Bundesländer für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk per Staatsverträgen festlegen. Darin beschreiben sie den groben Aufbau der Häuser, die Kontrollmechanismen auch mit Blick auf sparsames Wirtschaften mit dem Geld aus den Rundfunkbeiträgen und den Auftrag, den die Sender für die Gesellschaft erfüllen sollen. Um konkrete Programminhalte geht es nicht. Darauf haben die Länder keinen Einfluss, weil in Deutschland Presse- und Rundfunkfreiheit per Grundgesetz gilt. Aus dem Auftrag ergibt sich auch der Finanzbedarf der Häuser, den sie der KEF zur Überprüfung vorlegen.