Robinho wegen Vergewaltigung verurteilt
: Fußballstar soll Haftstrafe in Brasilien absitzen

Der brasilianische Fußballer Robinho ist wegen sexuellen Missbrauchs schuldig gesprochen worden. Er wurde zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Dieser soll er nun in Brasilien absitzen.
Von
Florian Huth
Brasilia
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PAUL ELLIS/afp

Dem früheren brasilianischen Fußballnationalspieler Robinho droht in seinem Heimatland eine langjährige Haftstrafe wegen Vergewaltigung. Der ehemalige Stürmer von Real Madrid, Manchester City und AC Mailand soll die in Italien gegen ihn verhängte neunjährige Freiheitsstrafe nun in Brasilien verbüßen. Der 40–Jährige habe die Haft sofort anzutreten.

Robinhos Anwälte kündigen Berufung an

Robinhos Anwälte kündigten an, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Außerdem wollen sie erwirken, dass der frühere Fußballprofi den Ausgang des Verfahrens in Freiheit abwarten kann.

Robinho an Gruppenvergewaltigung beteiligt

Wegen seiner Beteiligung an einer Gruppenvergewaltigung einer albanischen Frau in einer Diskothek in Mailand war Robinho 2017 in Italien zu einer neunjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Nach der Ausschöpfung aller Rechtsmittel wurde das Urteil 2022 rechtskräftig. Damals war Robinho allerdings bereits in sein Heimatland zurückgekehrt — und Brasilien liefert seine Staatsbürger grundsätzlich nicht an andere Länder aus.

Brasilien liefert Robinho nicht aus

Daraufhin beantragte die italienische Justiz eine Ratifizierung des Urteils in Brasilien, damit Robinho seine Strafe zumindest in seinem Heimatland absitzen muss. Dem wurde nun stattgegeben. Zuletzt hatte sich selbst Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva dafür ausgesprochen, dass der Ex–Fußballer seine Strafe in Brasilien verbüßt. „Vergewaltigung ist ein unverzeihliches Verbrechen. Robinho ist in Italien bereits verurteilt worden und sollte seine Strafe absitzen“, sagte er in einem Interview des Fernsehsenders SBT.