RMV-Streik in Frankfurt: Verdi bestreikt Freitag und Samstag den ÖPNV

Am Freitag und Samstag kommt es erneut zu einem Streik im Frankfurter Nahverkehr.
Boris Roessler/dpaFahrgäste in Frankfurt am Main müssen sich erneut auf erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat einen weiteren Streik im Nahverkehr angekündigt, wodurch zahlreiche Verbindungen ausfallen könnten.
RMV und VGF: Nächster Streik in Frankfurt am Main
Am Freitag und Samstag (27. und 28. Februar) müssen sich Fahrgäste in Frankfurt am Main auf massive Ausfälle im ÖPNV einstellen. S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalbusse sind in der Regel nicht betroffen, da sie von der DB und anderen Unternehmen betrieben werden.
Vom Streik betroffen sind neben Frankfurt (VGF) auch Wiesbaden (ESWE) und Mainz (Mainzer Verkehrsgesellschaft). Auch in Gießen (Stadtwerke Gießen) und Marburg (Marburger Verkehrsgesellschaft MVG) hat die Gewerkschaft zum Streik aufgerufen, bislang blieben die Einschränkungen dort jedoch überschaubar. In Offenbach (Offenbacher Verkehrsbetriebe OVB) soll ebenfalls gestreikt werden, allerdings ausschließlich am Freitag. Auch dort werden nur begrenzte Auswirkungen erwartet.
ÖPNV: Warum wird der Nahverkehr in Frankfurt bestreikt?
In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Nach Ansicht von Verdi kamen die Gespräche zuletzt kaum voran. Auch die Arbeitgeber beklagten zuletzt fehlenden Fortschritt bei den Verhandlungen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), das größte ÖPNV-Unternehmen in Deutschland, kritisierte beispielsweise, dass Verdi bisher nicht klargemacht habe, welche Forderungen die Gewerkschaft am wichtigsten findet.
Wann ist mit einem Ende der Tarifrunde und damit der Warnstreiks zu rechnen?
Das ist nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) im Moment völlig offen. Die Verhandlungen sind regional sehr unterschiedlich - sowohl mit Blick auf die Forderungen, als auch mit Blick auf den Fortschritt der Verhandlungen. Auf der Zielgeraden schienen die Gespräche zuletzt aber nirgends zu sein.
Mit Material der dpa
