RMV-Streik in Frankfurt am Main: Wird morgen erneut gestreikt?

Am Donnerstag kommt es zu einem Streik im Frankfurter Nahverkehr. Wie lange dauert der aktuelle Warnstreik noch an?
Boris Roessler/dpaFahrgäste in Frankfurt am Main müssen sich am Donnerstag, dem 19. Februar, auf erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Wird auch morgen, am Freitag, den 20.02.2026, weiter gestreikt?
RMV und VGF: Streik in Frankfurt auch am Freitag, 20.02.2026?
Laut dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) sind in Frankfurt am Main am Donnerstag, dem 19. Februar 2025, alle neun U-Bahn-Linien und zehn Straßenbahnlinien der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) vom Warnstreik betroffen. Damit steht das „Rückgrat des städtischen Nahverkehrsnetzes“ still, wie die VGF auf ihrer Webseite die Situation beschreibt. Auch in Gießen und Marburg kommt es am Donnerstag zu Warnstreiks und Einschränkungen. Trotz des Warnstreiks werden in Frankfurt am Main laut dem RMV die S-Bahn-Linien, die Regionalzüge, die städtischen Buslinien, der Schienenersatzverkehr für die U2 und die regionalen Buslinien und Express-Busse verkehren. Die Züge der Deutschen Bahn sind von den Warnstreiks nicht betroffen.
Am Freitag sind Beschäftigte der Wiesbadener Verkehrsgesellschaft ESWE zu einem Warnstreik aufgerufen. Der Nahverkehr in Frankfurt am Main soll RMV-Informationen zufolge am 20. Februar 2026 wieder regulär anrollen und verkehren.
ÖPNV: Warum wird der Nahverkehr in Frankfurt bestreikt?
Verdi verhandelt aktuell parallel in allen 16 Bundesländern mit den Verkehrsunternehmen. Die jüngste Verhandlungsrunde für den Tarifvertrag Nahverkehr Hessen (TV-N) war zuletzt gescheitert. Am Donnerstag kommt es in Hessen auch in Marburg und in Gießen zu Streiks, wobei die Auswirkungen geringer ausfallen als in Frankfurt am Main. Während sich die Tarifrunde im vergangenen Jahr um mehr Geld drehte, geht es dieses Mal in den meisten Ländern um den sogenannten Manteltarifvertrag. Dieser regelt vorrangig die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Der Warnstreik am Donnerstag, dem 19. Februar 2026 ist bereits der dritte in der Auseinandersetzung. Verdi-Gewerkschaftssekretär Jürgen Koppel drohte allerdings bereits, dass „der Warnstreik am Donnerstag [...] nicht der letzte gewesen sein“ wird.
