In der Bundesrepublik sind vom Robert Koch-Institut (RKI) bis zum 20. Mai, 0 Uhr, 176.007 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Anstieg um 797 Fälle – und damit wieder mehr als an den Tagen zuvor. 8.090 Menschen, die an Covid-19 erkrankten, sind gestorben. Alle Zahlen gehen aus dem Dashboard des RKI hervor, das einen detaillierten Überblick über die Fallzahlen in Deutschland, den einzelnen Bundesländern und Landkreisen bietet.
Nach Schätzungen des RKI sind in Deutschland bis zum 20.05. rund 156.900 Menschen genesen – das bedeutet, dass 1.200 Menschen innerhalb der vergangenen 24 Stunden wieder gesund geworden sind.

Bayern, NRW und BW: So sieht es aktuell in den stark betroffenen Bundesländern aus

Besonders hohe Zahlen an Corona-Infektionen und -Toten haben nach den Angaben des RKI am 20. Mai, 0 Uhr, die bevölkerungsreichsten Bundesländer Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gemeldet.
  • Momentan gibt es in Bayern die meisten gemeldeten Infektionen. 45.766 Personen sind seit Beginn der Pandemie erkrankt. 2.339 Menschen, die an Covid-19 erkrankt waren, sind gestorben.
  • In Nordrhein-West­falen haben sich seit Ausbruch der Krankheit in Deutschland insgesamt 36.766 Personen mit dem Coronavirus infiziert. 1.537 Menschen starben.
  • In Baden-Württem­berg sind bislang insgesamt 34.115 Personen an Covid-19 erkrankt. Es gibt 1.672 Todesfälle.
Wie für andere Länder rechnen Experten in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. Die Zahl der erfolgten Tests ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich hoch.

Deutschland kehrt langsam zur Normalität zurück

Da die Kurve der Neuinfektionen stetig abflacht, haben Bundes- und Landesregierungen verschiedene Lockerungen beschlossen. So hat etwa am Samstag die Bundesliga den Spielbetrieb wieder aufgenommen, ab Montag dürfen Restaurants und Cafés wieder öffnen sowie Campingplätze unter Auflagen den Betrieb wieder aufnehmen.

Reproduktionszahl liegt aktuell unter 1

Die Reproduktionszahl lag nach Angaben des RKI am Dienstag bei 0,86. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der sogenannte R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Seit Donnerstag gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,81 (19.5. 0 Uhr). Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.