Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie wurden in Deutschland 171.306 Fälle gemeldet. Im Vergleich zum Vortag, 12. Mai, ist die Zahl um 798 gestiegen. Bei einer Pressekonferenz des RKI am Dienstagvormittag in Berlin betonte RKI-Vizepräsident Lars Schaade: Die Gefahrenlage ist nicht weg. "Das Virus ist noch da, auch wenn es deutlich weniger geworden ist", mahnte er.
Das Robert Koch-Institut (RKI) berechnet die Gesamtzahl pro Bundesland und pro Landkreis mittels der gemeldeten Fälle durch die jeweiligen Gesundheitsämter. Demnach sind, wie schon in den vergangenen Tagen, weiterhin, Stand 13.05., 0 Uhr, drei Bundesländer besonders stark vom Coronavirus betroffen.
  • Derzeit gibt es in Bayern die meisten gemeldeten Infektionen. 44.802 Personen sind seit Beginn der Pandemie erkrankt.
  • In Nordrhein-West­falen haben sich seit Ausbruch der Krankheit in Deutschland insgesamt 35.555 Personen mit dem Coronavirus infiziert.

Stuttgart

Wie viele Menschen sind in Deutschland genesen, wie viele gestorben?

Mittlerweile sind in Deutschland nach Angaben des RKI 148.700 Menschen von ihrer Corona-Infektion genesen. In Deutschland sind 7.634 Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten, gestorben. Die meisten davon in Bayern, wo es 2.209 Todesfälle gegeben hat. Danach folgen Baden-Württemberg mit 1.594 Verstorbenen und Nordrhein-West­falen mit 1.473 Corona-Toten (Stand für alle Zahlen: 13.05.2020, 0:00 Uhr).

Vorgehen bei Neuinfektionen in einzelnen Landkreisen

In einzelnen Regionen kann es wieder zu strengeren Beschränkungen kommen. Die „Notbremse“ soll gezogen werden, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb einer Woche mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert werden. Bei der Pressekonferenz am Dienstagvormittag betonte RKI-Vizepräsident Lars Schaade, dass er das für eine pragmatische Grenze halte. „Das ist keinesfalls die Schwelle, ab der man erst aktiv werden soll – das muss man bei jedem einzelnen Fall.“ Es gebe in Deutschland regionale Unterschiede, was der Grund dafür sei, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus regionalisiert wurden und nicht überall gleich sind.

Ansteckungsrate in Deutschland: Reproduktionszahl liegt weiter um 1

Die Reproduktionszahl könnte nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) auch in den nächsten Tagen weiter bei etwa 1 liegen. Nach Angaben des RKI vom Dienstagabend, 12.05., fiel sie nun auf 0,94. Das bedeutet, dass zehn Infizierte neun bis zehn weitere Personen anstecken. Die Zahl täglicher Neuinfektionen verringere sich kaum mehr und nähere sich einem Plateau, wie Lars Schaade sagte. Die aktuelle Reproduktionszahl, kurz R-Wert, bilde jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab, der am Montag gemeldete Wert zum Beispiel die Situation in der Zeit vom 28. April bis 3. Mai.

RKI-Vizepräsident Lars Schaade: Der R-Wert schwankt um 1

Der RKI-Vizepräsident sprach bei der Pressekonferenz davon, dass die Zahl immer schwanken werde. Solange sie um den Wert 1 schwanke, gebe es eine Stagnation der Fallzahlen. Liegt die Reproduktionszahl jedoch dauerhaft über 1, dann nehmen die Fallzahlen zu. "Einzelne Tage mit einem geringen Wert über eins sind nicht das Problem", sagte Schaade.
Der Anstieg von „R“ in den vergangenen Tagen sei auch auf einzelne Ausbrüche zurückzuführen. "Die jüngsten Ausbrüche etwa in Schlachthöfen haben die Reproduktionszahl angehoben", sagte der RKI-Vizepräsident

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