Restmüll 2025
: Was darf jetzt noch in die schwarze Tonne und was nicht?

Ab diesem Jahr darf ein bestimmter Inhalt nicht mehr im Restmüll entsorgt werden, sondern muss anderweitig sortiert werden. Die Neuerungen und Regelungen im Überblick.
Von
David Hahn
Berlin
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Volle Mülltonnen für Restmüll stehen an einer Hauswand. Die Gewerkschaft Verdi ruft Beschäftigte in Entsorgungsunternehmen zu einem zweitägigen Warnstreik auf, Leipzig ist vorerst nicht vom Streik betroffen. Gestreikt werden soll beim Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Chemnitz, beim Städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb Magdeburg und bei der Stadtwirtschaft und TUS Thüringer UmweltService GmbH in Erfurt. +++ dpa-Bildfunk +++

Ab 2025 muss beim Müll neu getrennt werden.

Jan Woitas/dpa
  • Ab 2025 müssen Alttextilien getrennt entsorgt werden; Restmüll-Verbot.
  • Textilien wie T-Shirts, Jeans, Bettwäsche müssen in speziellen Containern gesammelt werden.
  • Unklare Regelung für stark verschmutzte Textilien; Klärung bis 2025 erwartet.
  • EU will Recyclingquote steigern; 5 Millionen Tonnen Kleidung jährlich in der EU weggeworfen.
  • Bewusster Konsum empfohlen: hochwertige Kleidung kaufen, reparieren, Secondhand.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Europäische Union verschärft ihre Vorgaben zur Mülltrennung und nachhaltigen Abfallwirtschaft. Ab dem 1. Januar 2025 treten neue Regeln in Kraft, die eine getrennte Sammlung von Textilien verpflichtend machen. Was muss genau beachtet werden?

Restmüll-Verbot ab 2025: Was ändert sich für Textilien?

Ab 2025 dürfen Alttextilien nicht mehr in der Restmülltonne entsorgt werden. Verbraucher sind ab da an verpflichtet, ihre Alttextilien in Altkleidercontainern oder bei anerkannten Sammelstellen zu entsorgen. Die Entsorgung über den Restmüll ist verboten und kann dazu führen, dass die Mülltonne nicht geleert wird. Das gilt für alle Kleidungsstücke und Textilien, wie etwa:

  • T-Shirts, Jeans und Pullover
  • Bettwäsche und Handtücher
  • Vorhänge, Tischdecken und andere Gebrauchstextilien

Was passiert mit stark verschmutzten Textilien? Hier gibt es weitere Infos zur Entsorgung von Textilien im Restmüll.

Erlaubt: Was darf 2025 in den Restmüll?

In den Restmüll gehören Abfälle, die nicht recycelt werden können und weder in die Wertstofftonne, den Biomüll noch in die Papiertonne gehören. Typische Abfälle für den Restmüll sind:

  • Hygieneartikel: Windeln, Binden, Tampons, Wattestäbchen, Feuchttücher
  • Kleinteiliger Plastikmüll: Zahnbürsten, Kugelschreiber, Spielzeug ohne Elektronik
  • Staubsaugerbeutel und Kehricht: Hausstaub, Staubsaugerbeutel, Kehricht
  • Geschirr und Keramik: Zerbrochenes Geschirr, Porzellan, Spiegelglas
  • Tapetenreste und Kleinteiliger Bauschutt: Tapetenreste, kleine Mengen Gips
  • Kerzenreste und Zigarettenkippen: Wachsreste, Asche, Zigarettenreste
  • Sonstige nicht recyclebare Materialien: Gummi, Leder, Fotos

Restmüll-Verbot: Das gehört nicht in die schwarze Tonne

Restmüll wird in der Regel verbrannt und nicht weiterverwertet. Deshalb ist es wichtig, ihn so gut wie möglich zu reduzieren und Wertstoffe zu trennen. Des Weiteren gibt es mehrere Stoffe und Gegenstände, welche auf den Sondermüll gehören.

  • Wertstoffe: Verpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundmaterial (Gelbe Tonne/Sack)
  • Papier und Pappe: Zeitungen, Kartons (Blaue Tonne)
  • Glas: Flaschen, Gläser (Glascontainer)
  • Biomüll: Essensreste, Gartenabfälle (Biotonne)
  • Elektrogeräte und Batterien: Elektroschrott, Akkus (Sammelstellen), Handys, Toaster, Lampen, Fernseher (Elektroschrott-Sammelstellen)
  • Problemstoffe: Lacke, Farben, Medikamente, Chemikalien (Sondermüll)
  • Textilien, wenn diese noch brauchbar und nicht kontaminiert sind

Mülltrennung 2025: Warum gibt es die neuen Regeln?

Der weltweite Umgang mit Textilien belastet maßgeblich die Umwelt. Jährlich werden alleine in der EU fünf Millionen Tonnen Kleidung weggeworfen – etwa 12 Kilogramm pro Person. Bisher wird nur ein Prozent dieser Kleidung zu neuen Textilien recycelt. Um die Wiederverwertung zu verbessern, schreibt die EU ab 2025 eine separate Sammlung von Alttextilien vor. Die Änderung zielt darauf ab, die Recyclingquote zu steigern und die Umweltbelastung durch die Textilindustrie zu verringern. Dadurch sollen Materialien effizienter wiederverwertet und der Lebenszyklus von Textilfasern verlängert werden.

Mode: Worauf kann man beim Shopping achten?

Pro Jahr verursacht die Branche laut EU neben 270 kg CO₂ pro Person (2020) auch 20 Prozent der Frischwasserverschmutzung und jährlich mehr als eine halbe Million Tonnen Mikroplastik in den Meeren. Nach Angaben von Greenpeace stammen schon jetzt über 35 Prozent des Mikroplastiks in den Meeren aus Textilien. Die neuen Regeln sind ein Schritt hin zu einer nachhaltigeren Textilindustrie. Neben der korrekten Entsorgung spielt auch bewusster Konsum eine zentrale Rolle. Organisationen wie Greenpeace empfehlen:

  • Hochwertige Kleidung kaufen: Hochwertige, nachhaltig produzierte Kleidung kann länger getragen und einfacher recycelt werden.
  • Nur kaufen, was gebraucht wird
  • Kleidung reparieren
  • Kleidertauschen
  • Secondhand-Kleidung kaufen

Laut der EU werden etwa 12 Kilogramm Kleidung pro Person und pro Jahr weggeworfen und nur ca. 1% davon wird recycelt.