Requiem für den Papst
: Bedeutung, Übersetzung und Herkunft des Requiems

Das Wort Requiem wird oft im Zusammenhang mit der Beisetzung von Päpsten benutzt. Was ist aber die Bedeutung?
Von
David Hahn
Vatikan
Jetzt in der App anhören
Der Sarg des verstorbenen emeritierten Papstes Benedikt XVI. wird zur öffentlichen Trauermesse für den emeritierten Papst Benedikt XVI. auf den Petersplatz getragen. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. starb am 31.12.2022 im Alter von 95 Jahren im Vatikan. +++ dpa-Bildfunk +++

Der Sarg des verstorbenen emeritierten Papstes Benedikt XVI. wird zur öffentlichen Trauermesse für den emeritierten Papst Benedikt XVI. auf den Petersplatz getragen. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. starb am 31.12.2022 im Alter von 95 Jahren im Vatikan.

picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Im Zusammenhang mit der Beisetzung von Päpsten wird das Wort „Requiem“ verwendet. Im Grunde steckt hinter dem Wort nichts anderes als die Totenmesse. Warum es aber doch etwas ganz bestimmtes ist, erklären wir hier.

Bedeutung und Übersetzung von Requiem: Eine Totenmesse in der Kirche

Das Wort „Requiem“ kommt aus dem Lateinischen und entstammt dem Wort „requies“. Ins Deutsche kann es mit „Ruhe“ übersetzt werden. Ein Requiem im heutigen Gebrauch bedeutet eine Totenmesse in der katholischen Kirche. Das Wort beschreibt also eine kirchliche Tradition. Es wird aber auch für kirchliche Musik, die für das Totengedenken gedacht ist, verwendet. Ein Requiem kann also auch ein Musikstück sein.

Zu Beginn einer katholischen Totenmesse gibt es ein besonderes Lied, das dem Requiem seinem Namen gibt, gesungen. Es nennt sich das „Requiem aeternam dona eis, Domine“. Die Hymne wird zu Beginn einer Totenmesse auf Latein gesungen. Die deutsche Übersetzung lautet:

Herr, gib ihnen die ewige Ruhe,

und das ewige Licht leuchte ihnen.

Dir gebührt Lob, Herr, auf dem Zion,

Dir erfüllt man Gelübde in Jerusalem.

Erhöre mein Gebet;

zu Dir kommt alles Fleisch.

Herr, gib ihnen die ewige Ruhe.

Herr, gib ihnen die ewige Ruhe,

und das ewige Licht leuchte ihnen.

In ewigem Gedenken lebt der Gerechte fort:

vor Unglücksbotschaft braucht er nicht zu bangen.

Novendiale: Die Trauerzeit nach dem Tod eines Papstes

Es hat in der Geschichte bereits viele Päpste gegeben. Im Vatikan ist deshalb detailliert geregelt, was zu tun ist, wenn ein Papst stirbt. Nach der Beerdigung des Papstes wird dieser wird mit einer Trauerzeit gewürdigt, die den lateinischen Namen „Novemdiales“ trägt. Auch bei der Wahl eines neuen Papstes gibt es ein klares Reglement.