Überall wird alles nur noch teurer, die Kosten für den täglichen Bedarf gehen auf den Geldbeutel. Für Rentner und Rentnerinnen in Deutschland wird es glücklicherweise im neuen Jahr eine planmäßige Erhöhung der Rente geben. Wie immer werden die Bezüge im Osten und im Westen aber nicht gleichermaßen ansteigen.
In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen zur Erhöhung der Rente 2023:
  • Rentenerhöhung: Wie stark steigt die Rente 2023?
  • Wie sind die Unterschiede in West und Ost?
  • Ab wann kommt die Rentenerhöhung 2023?

Rentenerhöhung 2023: Um wie viel Prozent steigt die Rente?

Die Deutsche Rentenversicherung Bund bestätigte, dass die Renten im Jahr 2023 um rund 3,5 Prozent im Westen und 4 Prozent im Osten steigen dürften. Angesichts der Inflation von rund 10 Prozent dürfte das aber vielen noch zu wenig sein – es bleibt trotzdem weniger Geld übrig.
Laut dem Statistikportal Statista lag der durchschnittliche Rentenbezug in Westdeutschland im Jahr 2021 bei 748 Euro für Frauen und 1182 Euro für Männer. Im Osten bekamen Frauen durchschnittlich 1073 Euro, Männer 1245 Euro.

Ab wann kommt die Rentenerhöhung 2023?

Die Renten steigen am 1. Juli 2023. In den Wochen davor erhalten die Rentner und Rentnerinnen von der Rentenversicherung einen Bescheid mit allen Infos dazu.

Warum steigen die Rentenbezüge 2023?

Wie die Deutsche Rentenversicherung mitteilte, seien vor allem die hohen Beschäftigungszahlen für das Wachstum bei den Renten verantwortlich. In diesem Jahr liegen die Einnahmen der Rentenkasse mit voraussichtlich 356,8 Milliarden Euro um 2,1 Milliarden über den Ausgaben, erklärte die die Vorsitzende des Bundesvorstands der Rentenversicherung, Anja Piel. Auch Rentenpräsidentin Gundula Roßbach erläuterte: „Wir haben einfach eine Rekordbeschäftigung.“ Roßbach betonte, dass die Steigerung der Einnahmen durch Pflichtbeiträge aus Beschäftigung mit plus 5,4 Prozent in diesem Jahr für die Rentenkasse voraussichtlich besonders deutlich ausfalle. „Wir erwarten für dieses, kommendes und übernächstes Jahr jeweils Steigerungen der Bruttolohn- und Gehaltssumme von fünf Prozent - das ist doch recht erheblich“, sagte der Co-Vorstandsvorsitzende Alexander Gunkel. Unterm Strich dürften die Pflichtbeiträge an die Rentenkasse aus Erwerbsarbeit bis 2026 so um geschätzt 16,1 Prozent wachsen.
Doch die Arbeitsmarkt- und Lohnsituation in Deutschland ist nicht allein für den Anstieg der Rentenbezüge verantwortlich. „Hinzu kommt die erhöhte Sterblichkeit (insbesondere in Folge der Corona-Pandemie) mit geringeren Rentenausgaben“, heißt es in einem aktuellen Dokument der Regierung. Gunkel erklärte, dass die Lebenserwartung im Schnitt folglich nicht ganz so stark steigt, wie bisher gedacht. Dies wirkt sich tendenziell dämpfend auf die Ausgaben der Rentenkasse aus. Auch die steigende Zuwanderung nach Deutschland wirkt sich Gunkel zufolge positiv aus. Denn in Folge zahlen mehr Menschen in die Rentenkasse ein.
mit dpa