Reno ist insolvent
: Zweitgrößter Schuhhändler Deutschlands meldet Insolvenz an

Der Schuhhändler Reno hat Insolvenz angemeldet. Reno betreibt aktuell knapp 200 Filialen. Was passiert jetzt mit denen und den mehr als 1000 Angestellten?
Von
Daniel Steiger
Berlin
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Die Schuhhandelskette Reno hat laut Medienberichten Insolvenz angemeldet.

Friso Gentsch/dpa

Die Schuhhandelskette Reno ist insolvent. Das meldete die Wirtschaftswoche am Mittwoch, 29.3.2023-. Demnach sei am Vortag vor dem Amtsgericht Hameln ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Reno betreibt laut Unternehmensangaben derzeit rund 180 Filialen und beschäftigt insgesamt rund 1000 Mitarbeitende. Der eingereichte Insolvenzantrag betrifft demnach nur die deutschen Filialen — nicht die Schwester–Unternehmen von in Österreich und der Schweiz. Nach Deichmann ist Reno damit der zweitgrößte Schuhhändler Deutschlands. Was im Rahmen des Insolvenzverfahrens mit den Filialen passiert — ob etwa Schließungen geplant sind — ist aktuell nicht bekannt.

Die kriselnde Schuhhandelskette hatte erst vor einem halben Jahr einen neuen Eigentümer bekommen. Ende September hatte die HR Group den Schuhhändler an die cm.sports GmbH in Kooperation mit GA Europe verkauft.

Bereits vor der Übernahme durch einen neuen Gesellschafter im Herbst 2022 sei eine Insolvenz nicht auszuschließen gewesen, hieß es in einer Mitteilung. Das Unternehmen befinde sich derzeit in Abstimmung mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter, um aus der Insolvenz heraus einen Neustart zu ermöglichen, sagte der für Finanzen zuständige Reno–Geschäftsführer, Dieter Metz.

Versuche, das Unternehmen etwa durch Kosteneinsparungen wieder in die Gewinnzone zu bringen, seien nicht ausreichend erfolgreich gewesen. „Wir hatten eigentlich vor, mit etwas verkleinerter Mannschaft, einem guten Grundbestand an Filialen und neuem Sortiment durchzustarten“, sagte Metz. In den vergangenen Monaten seien Umsätze allerdings hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

(mit Material von dpa)