Reisewarnung
: Was gilt aktuell für Dubai, Ägypten und die Türkei?

Das Auswärtige Amt hat einige Reisewarnungen für den Nahen Osten aufgehoben. Was Reisende aktuell für Dubai, Ägypten und die Türkei wissen müssen.
Von
David Hahn
Dubai
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Angriff auf den Iran - Dubai: ARCHIV - 01.03.2026, Vereinigte Arabische Emirate, Dubai: Eine schwarze Rauchwolke steigt aus einem Lagerhaus im Industriegebiet von Sharjah City in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf, nachdem über iranische Angriffe berichtet wurde. (zu dpa: «Arabische Länder wollen Reparationen vom Iran für Kriegsschäden») Foto: Altaf Qadri/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Eine schwarze Rauchwolke steigt am 1. März 2026 aus einem Lagerhaus im Industriegebiet von Sharjah City in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf, nachdem über iranische Angriffe berichtet wurde. Für welche Länder gelten aktuell Reisewarnungen?

Altaf Qadri/AP/dpa

Das Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise für mehrere beliebte Urlaubsländer aktualisiert. Während einige Reisewarnungen aufgehoben wurden, gelten für andere Länder weiterhin Teilreisewarnungen oder Sicherheitshinweise. Worauf sollten Urlauber aktuell bei Reisen nach Dubai, Ägypten und in die Türkei den Informationen des Auswärtigen Amtes zufolge achten?

Dubai: Reisewarnung aufgehoben

Das Auswärtige Amt hat die Reisewarnungen für mehrere Länder in der Golfregion aufgehoben, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate (Dubai, Abu Dhabi), Oman, Katar, Bahrain, Jordanien und Saudi-Arabien. Von Reisen in die VAE wird jedoch weiterhin abgeraten. Der Unterschied zwischen einer Reisewarnung und den aktuellen Sicherheitshinweisen liegt darin, dass bei Reisewarnungen „ jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht“, so das Auswärtige Amt. Sie haben mehr Gewicht als Sicherheitshinweise, mit denen das Auswärtige Amt „in den Ländern, in denen es erforderlich erscheint, auf länderspezifische sowie grenzüberschreitende Risiken für Reisende und Deutsche im Ausland aufmerksam“ macht.

Grund für das weitere Abraten von Reisen in die VAE ist die weiterhin höchst volatile Sicherheitslage in der Region nach den militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und Iran. Zwar wurde am 8. April 2026 eine Waffenruhe bekannt gegeben, das Risiko einer erneuten Eskalation, möglicher Angriffe sowie erheblicher Einschränkungen im Flugverkehr besteht nach Einschätzung der Behörde aber fort.

Reisende und Deutsche vor Ort sollen sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts eintragen, die Hinweise der emiratischen Katastrophenschutzbehörde NCEMA verfolgen und Anweisungen lokaler Behörden befolgen. Besondere Vorsicht gilt an belebten Orten, bei größeren Menschenansammlungen sowie rund um jüdische und israelische Einrichtungen. Zudem weist das Auswärtige Amt darauf hin, dass Fotografieren und Filmen im Zusammenhang mit den aktuellen militärischen Auseinandersetzungen streng verboten ist und strafrechtlich verfolgt werden kann.

Weitere Informationen für die Vereinigten Arabischen Emirate hält das Auswärtige Amt hier bereit.

Ägypten: Teilreisewarnung

Für Ägypten gilt weiterhin eine Teilreisewarnung des Auswärtigen Amts. Die Sicherheitslage in der Region bleibt nach den militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und Iran angespannt und höchst volatil. Zwar wurde am 8. April 2026 eine Waffenruhe bekannt gegeben, dennoch warnt das Auswärtige Amt vor dem Risiko einer erneuten Verschärfung der Lage, möglichen Einschränkungen im Flugverkehr und einer weiterhin erhöhten abstrakten Gefahr terroristischer Anschläge. Zudem verweist die Behörde auf Risiken durch Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer.

Konkret wird vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel, das ägyptisch-israelische Grenzgebiet mit Ausnahme von Taba sowie in entlegene Gebiete der Sahara gewarnt. Von individuellen und unbegleiteten Ausflügen im Süden der Sinai-Halbinsel rät das Auswärtige Amt ebenfalls ab. Reisende sollen besondere Vorsicht walten lassen, die Nähe von Militäreinrichtungen meiden und sich regelmäßig über die aktuelle Lage informieren. Besondere Aufmerksamkeit gilt zudem dem Umfeld US-amerikanischer, jüdischer und israelischer Einrichtungen, das möglichst weiträumig gemieden werden sollte. Bei Fragen zu gebuchten Flügen sollen Reisende ihre Fluggesellschaft oder den Reiseveranstalter kontaktieren und sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts eintragen.

Weitere Informationen für Ägypten hält das Auswärtige Amt hier bereit.

Türkei

Für die Türkei gilt aktuell keine Reisewarnung oder Teilreisewarnung. Das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht notwendigen Reisen in die Grenzregionen der Türkei zu Iran, Irak und Syrien in den Provinzen Agrı, Igdır, Van, Şanlıurfa, Mardin, Sırnak und Hakkâri ab. Hintergrund ist die weiterhin angespannte Sicherheitslage in der Region infolge der militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und Iran. Zwar wurde am 8. April 2026 eine Waffenruhe bekannt gegeben, dennoch warnt das Auswärtige Amt vor einer möglichen erneuten Eskalation sowie Einschränkungen im Flugverkehr.

Zusätzlich verweist die Behörde auf eine Gefährdung durch terroristischer Anschläge. Am 7. April 2026 kam es zu einem bewaffneten Angriff nahe des israelischen Generalkonsulats in Istanbul. Seit mehreren Monaten kommt es zudem in größeren Städten vermehrt zu Demonstrationen. Reisende sollen sich regelmäßig über die aktuelle Lage informieren, Anweisungen der Sicherheitskräfte befolgen und insbesondere US-amerikanische, jüdische und israelische Einrichtungen sowie militärische Anlagen meiden. Bei Fragen zu Flügen empfiehlt das Auswärtige Amt die Kontaktaufnahme mit Fluggesellschaften oder Reiseveranstaltern sowie die Registrierung in der Krisenvorsorgeliste der Bundesregierung.

Weitere Informationen für die Türkei hält das Auswärtige Amt hier bereit.

Auswärtiges Amt: Liste aktueller Reisewarnungen

Hier gibt es eine vollständige Liste aller aktueller Reisewarnungen vom Auswärtigen Amt (Stand 15. Mai 2026):

  • Afghanistan: (Reisewarnung)
  • Ägypten: (Teilreisewarnung)
  • Algerien: (Teilreisewarnung)
  • Armenien: (Teilreisewarnung)
  • Aserbaidschan: (Teilreisewarnung)
  • Äthiopien: (Teilreisewarnung)
  • Belarus: (Reisewarnung)
  • Benin: (Teilreisewarnung)
  • Burkina Faso: (Teilreisewarnung)
  • Côte d'Ivoire: (Teilreisewarnung)
  • Demokratische Republik Kongo: (Teilreisewarnung)
  • Eritrea: (Teilreisewarnung)
  • Ghana: (Teilreisewarnung)
  • Haiti: (Reisewarnung)
  • Indien: (Teilreisewarnung)
  • Irak: (Reisewarnung)
  • Iran: (Reisewarnung)
  • Israel: (Palästinensische Gebiete - Gazastreifen) (Teilreisewarnung)
  • Japan: (Teilreisewarnung)
  • Jemen: (Reisewarnung)
  • Kambodscha: (Teilreisewarnung)
  • Kamerun: (Teilreisewarnung)
  • Kolumbien: (Teilreisewarnung)
  • Kuwait: (Reisewarnung)
  • Libanon: (Reisewarnung)
  • Libyen: (Reisewarnung)
  • Mali: (Reisewarnung)
  • Mauretanien: (Teilreisewarnung)
  • Mosambik: (Teilreisewarnung)
  • Myanmar: (Reisewarnung)
  • Nigeria: (Teilreisewarnung)
  • Niger: (Reisewarnung)
  • Pakistan: (Teilreisewarnung)
  • Palästinensische Gebiete: (Reisewarnung)
  • Philippinen: (Teilreisewarnung)
  • Russische Föderation: (Teilreisewarnung)
  • Somalia: (Reisewarnung)
  • Sudan: (Reisewarnung)
  • Südsudan: (Reisewarnung)
  • Syrien: (Reisewarnung)
  • Thailand: (Teilreisewarnung)
  • Togo: (Teilreisewarnung)
  • Tschad: (Teilreisewarnung)
  • Ukraine: (Reisewarnung)
  • Venezuela: (Teilreisewarnung)
  • Zentralafrikanische Republik: (Reisewarnung)