Reaktionen zur Landtagswahl in Bayern
: Die Stimmen zur Wahl im Freistaat

Die Landtagswahl in Bayern ist Geschichte. Hier gibt es Reaktionen und Stimmen nach dem Urnengang im Freistaat.
Von
Daniel Steiger
München
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Hubert Aiwanger (r vorne), Freie-Wähler-Spitzenkandidat und stellvertretender Ministerpräsident von Bayern, spricht mit Medienvertretern nach seiner Stimmabgabe am Sonntag. Hier gibt es alle Reaktionen und Stimmen nach der Landtagswahl in Bayern.

Armin Weigel/dpa

Bayern hat gewählt. Im Freistaat wurde am 8. Oktober über einen neuen Landtag abgestimmt. Wie erwartet, hat die CSU die meisten Stimmen sammeln können. Hier lesen Sie alles zu den Ergebnissen. Was sagen die Parteien zu ihren Wahlergebnissen? Hier gibt es die Stimmen zur Landtagswahl 2023 in Bayern:

Reaktionen nach der Landtagswahl in Bayern

Das sind die ersten Stimmen und Reaktionen nach der Abstimmung über einen neuen Landtag im Freistaat:

  • CSU–Chef Markus Söder sieht sich nach der bayerischen Landtagswahl persönlich bestätigt. „Es ging uns nie um einen Schönheitspreis, aber um einen klaren Regierungsauftrag“, kommentierte Söder am Sonntag in der ARD die erste Prognose, derzufolge die CSU bei 37 Prozent liegt — weit vor allen anderen Parteien, aber nach historischen Maßstäben eines der schlechtesten CSU–Ergebnisse seit 1949. „Dieser klare Regierungsauftrag ist an die CSU“, sagte Söder. „Und ich darf das sagen: Wie ich gesehen habe, dass über 60 Prozent der Meinung sind in Bayern, dass auch dieser Ministerpräsident gute Arbeit macht, sind auch ein klarer Auftrag an die CSU und mich persönlich, eine starke und stabile Regierung für und in Bayern zu bilden.“
  • CDU–Generalsekretär Carsten Linnemann hat sich sehr zufrieden mit dem Abschneiden von CDU und CSU bei den Landtagswahlen in Hessen und Bayern gezeigt. „Markus Söder hat einen tollen Wahlkampf gemacht“, sagte Linnemann am Sonntagabend in der ARD über den CSU–Chef. Dieser habe in Bayern nun den Regierungsauftrag. Das Abschneiden der CDU in Hessen bezeichnete Linnemann als „sensationelles Ergebnis“.
  • Freie–Wähler–Chef Hubert Aiwanger hat sich nach der ersten Prognose zur bayerischen Landtagswahl zufrieden gezeigt. „14 Prozent wären schon ganz ordentlich“, sagte Bayerns stellvertretender Ministerpräsident im Bayerischen Rundfunk kurz nach Schließung der Wahllokale. Er gehe davon aus, dass der Wert für die Freien Wähler noch nach oben gehe, doch es sei schon jetzt ein hervorragendes Ergebnis. „Wir sind zufrieden“, sagte er.
  • Die AfD–Vorsitzende Alice Weidel hat sich hocherfreut über das Abschneiden ihrer Partei bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen gezeigt. Weidel sprach am Sonntagabend in der ARD von Rekordergebnissen in beiden Bundesländern. „Unsere Politik gibt uns Recht“, sagte Weidel. Sie wertete die Stärke ihrer Partei auch als Zeichen für die Unzufriedenheit der Menschen mit der „Verbotspolitik“ der Bundesregierung. Mit Blick auf den Bund sprach sie von einer realistischen Chance auf eine Regierungsbeteiligung 2025.

SPD–Generalsekretär Kevin Kühnert hat das Ergebnis der Landtagswahlen in Hessen und Bayern als bitter für seine Partei und für die Ampel–Koalition gewertet. „Wir sind heute Abend ausdrücklich nicht die Wahlsieger“, sagte Kühnert am Sonntag im ZDF. Die drei Parteien der Ampel–Koalition hätten in beiden Bundesländern verloren. „Wir sollten die Signale alle miteinander in der Ampel–Koalition erkennen: In diesem Wahlergebnis liegt auch eine Botschaft für uns“, sagte Kühnert. In der ARD sagte er, man müsse erkennen, dass „die allgemeine Stimmungslage den Menschen aufs Gemüt drückt und dass mehr Orientierung erforderlich ist“.

Der Grünen–Vorsitzende Omid Nouripour hat die Wahlergebnisse seiner Partei bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen als stabil bezeichnet. Die Grünen hofften, bei beiden Wahlen zweitstärkste Kraft zu werden, sagte Nouripour am Sonntagabend in der ARD. In Hessen, wo CDU und Grüne bisher regierten, gebe es keine Wechselstimmung. Der „Ball liegt bei Boris Rhein“, sagte Nouripour mit Blick auf den Ministerpräsidenten von der CDU.

FDP–Generalsekretär Bijan Djir–Sarai hat kurz angebunden auf das schlechte Abschneiden seiner Partei bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen reagiert. „Aus Sicht der FDP sind die derzeit vorliegenden Zahlen aus Bayern enttäuschend. In Hessen bleibt es spannend“, sagte er am Sonntagabend in Berlin. Die FDP–Gremien würden an diesem Montag die Ergebnisse beider Landtagswahlen auswerten, sagte Djir–Sarai. „Wir werden aber auch innerhalb der Koalition diese Ergebnisse analysieren und besprechen.“ Das ganze Statement zu den Wahlen dauerte nur rund eine Minute.