Rauhnächte 2024 und 2025
: Bedeutung, Rituale & Co. - Das ist das Datum der Rauhnächte

Die Rauhnächte dauern mehrere Wochen an. Sie beginnen im Dezember 2024 und enden im Januar 2025. Alles zu den Terminen, der Bedeutung und den Ritualen findet ihr hier.
Von
Gregor-Peter Thiele
Berlin
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In den Rauhnächten wird traditionell geräuchert. Alle Termine, Rituale und Bräuche zu den Rauhnächten 2024 gibt es hier.

In den Rauhnächten wird traditionell geräuchert. Alle Termine, Rituale und Bräuche zu den Rauhnächten 2024 gibt es hier.

David Young/dpa
  • Die Rauhnächte 2024 beginnen am 25. Dezember und enden am 6. Januar 2025.
  • Ursprung in vorchristlicher Zeit; Geister und Dämonen sollten vertrieben werden.
  • Wichtige Nächte: 21. Dez. (Wintersonnenwende), 24. Dez. (Heiliger Abend), 31. Dez. (Silvester), 5. Jan. (Drei Könige).
  • Rituale: Räuchern, Lärm erzeugen, Träume deuten, 13 Wünsche aufschreiben.
  • Verwendung von Kräutern wie Salbei und Weihrauch für Reinigung und Schutz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Rauhnächte starten noch vor dem Weihnachtsfest und dauern bis zu den Heiligen Drei Könige an. Wir haben in diesem Artikel alles zu den Sagen, Mythen sowie Bräuchen zusammengefasst:

Rauhnächte 2024 - Beginn und Termine

Beginn der zwölf Rauhnächte ist in den meisten Regionen der erste Weihnachtstag am 25. Dezember 2024. Die Zeit der Geister dauert dann bis zum Tag der Heiligen Drei Könige am 6. Januar 2025 an. In manchen Regionen unterscheiden sich die Zeiträume der Rauhnächte allerdings. So beginnen sie woanders beispielsweise schon an der Wintersonnenwende (21. Dezember) und enden an Neujahr (1. Januar).

Die Termine der vier wichtigsten Rauhnächte sind:

  • 22./22. Dezember: Thomasnacht/Wintersonnenwende, die Nacht auf den Thomastag (kürzester Tag des Jahres)
  • 24./25. Dezember: Heiliger Abend
  • 31. Dezember/1. Januar: Silvesternacht
  • 5./6. Januar: Heilige Drei Könige

Rauhnächte 2024 - Bedeutung und Herkunft

Die Rauhnächte werden nach alter Tradition auch als die "zwölf heiligen Nächte" bezeichnet. Den Ursprung haben sie in der vorchristlichen Zeit. Die Menschen glaubten damals, dass in den oft stürmischen und kalten Winternächten böse Mächte wirkten, die ihnen schaden wollten. Zur Mitte der Rauhnächte, an Silvester, sollte dann die sogenannte „Wilde Jagd“ beginnen. Es wurde sich erzählt, dass in dieser Zeit die Seelen der Toten und die Geister Zugang zur Welt der Lebenden haben.

Mancherorts galt die Zeit zwischen den Jahren als so gefährlich, dass besondere Regeln eingehalten werden mussten. Zum Beispiel war es verboten, Wäsche zu waschen und aufzuhängen. Die Menschen fürchteten, dass weiße Wäsche von wilden Reitern gestohlen und als Leichentücher verwendet werden könnten. Auch das Kartenspielen war in manchen Orten untersagt. Viele weitere Rituale und Bräuche haben sich sogar noch bis heute gehalten.

Rauhnächte 2024 - Erklärung zur Dauer

Das Rauhnächte sind zutiefst mystisch und von uraltem Aberglauben beherrscht. Entstanden ist der Brauch wohl daraus, dass das Mondjahr nur 354 Tage hat, das Kalenderjahr aber 365. Die übrigen elf Tage und zwölf Nächte fallen „aus der Zeit“, sodass Dämonen und Geister die Rauhnächte für sich nutzen können. Das Wort leitet sich von „rauch“ ab, was früher für pelzig oder behaart stand.

Rauhnächte 2024 - Rituale und Bräuche

Viele Rauhnacht-Bräuche gehen bis in die Zeit der Germanen zurück. Einige Rituale wurden mündlich überliefert und werden noch heute gepflegt. Vor allem im Alpenraum wird bei sogenannten Perchtenläufen der frühere Brauch, Geister zu vertreiben, gepflegt.

Auch der Brauch, an Silvester Lärm zu erzeugen, ist heute noch verbreitet. Zudem nutzen heutzutage einige auch die Rauhnächte als Zeit für Rituale, Ahnengedenken, Reinigungen, Weissagungen und Träume.

Der Legende nach steht jeder Tag der zwölf Rauhnächte stellvertretend für einen Monat des Folgejahres und gibt Hinweise darauf, was geschehen wird. Daher sollte man diese Zeit bewusst erleben und aufschreiben, was an den Tagen passiert ist. Auch sind die Rauhnächte angeblich für das Befragen von Orakeln geeignet. Dieser Glaube wird heute in Form des Bleigießens weiter gepflegt.

Rauhnächte 2024 - 13 Wünsche formulieren

Für viele ist die Zeit der Rauhnächte magisch und mit besonderen Wünschen verbunden. Daher gibt es verschiedene Rituale, um diese für das neue Jahr festzulegen. Ein Beispiel sind etwa die 13 Wünsche der Rauhnächte.

Dazu schreibt ihr 13 Wünsche für das kommende Jahr auf einzelne Zettel. Wichtig ist dabei, diese Wünsche positiv, klar und in der Gegenwart zu formulieren („Ich bin gesund“ und nicht „Ich will gesund sein“). Die Zettel werden zusammengefaltet und kommen alle in einen Behälter. Am Abend der ersten Rauhnacht nehmt ihr einen Zettel heraus – ohne ihn zu lesen – und verbrennt ihn. Dadurch übergebt ihr den Wunsch sozusagen ans Universum. Am Ende der Rauhnächte bleibt ein Zettel übrig – für diesen Wunsch bzw. dessen Erfüllung seid ihr im kommenden Jahr selbst zuständig.

Rauhnächte 2024 - Träume und ihre Bedeutung

In den Rauhnächten sollen dem Glauben einiger nach, besondere Dinge passieren können. Die Tage zwischen den Jahren eignen sich demnach auch für Zukunftsdeutungen durch Träume. Jene Träume, die man in den Rauhnächten empfängt, sollen Voraussagen der eignen Zukunft sein. Deshalb mache es besonders viel Sinn, auf die Geschehnisse im Traum zu achten und über sie nachzudenken.

Rauhnächte 2024 - Anleitung zum Räuchern

In Anlehnung an den früheren Glauben, böse Geister müssen vertrieben und angesammelte, negative Energien aus dem Haus vertrieben werden, wird heute noch das Ausräuchern der Wohnung praktiziert. Heutzutage versucht man vielleicht nicht mehr unbedingt böse Geister zu vertreiben, sondern genießt die erleichternde und reinigende Wirkung des Ausräucherns.

Das benötigt ihr zum Räuchern:

  • Räucherschale
  • Räuchersand
  • Kohle

Zudem werden folgende Räucherkräuter verwendet:

  • Salbei – hat eine starke Reinigungskraft.
  • Kampfer – löscht alte Informationen im Haus.
  • Angelikawurzel – erhellt die Raumschwingung, Weihrauch – bringt Segen, erhöht die Energie.
  • Wacholder – vertreibt negative Einflüsse.
  • Myrrhe – desinfiziert, klärt, reinigt und schenkt Ruhe.
  • Thymian – reinigt und stärkt die Energie.
  • Styrax – gibt Wärme und Geborgenheit, öffnet für die Liebe.

So funktioniert das Ritual:

  • Geht jede Nacht mit einer Räucherschale durch alle Zimmer, blast den Rauch in alle Ecken und stellt euch vor, dass sich alles Negative der Vergangenheit in ihm auflöst und daraus Positives entsteht.
  • Formuliert eure Wünsche und Hoffnungen mit eigenen Worten. Widmet euch dabei in den ersten sechs Nächten dem alten und in den anderen sechs Nächten dem neuen Jahr.