Der Frühling steht in Deutschland vor der Tür. In diesen Tagen steigen die Temperaturen und die Sonne zeigt sich von ihrer besten Seite. Schon im Herbst des Vorjahres machen sich Hobbygärtner Gedanken um Pflege und Erhalt ihrer Pflanzen. Im Frühjahr starten sie dann in die neue Gartensaison. Im Fokus steht oft der Rasen. Sobald er zu wachsen beginnt ist es unumgänglich ihn regelmäßig zu kürzen. Ganz so einfach ist das Rasenmähen aber nicht. Viele Fragen sind vor allem zu Saisonbeginn offen.
  • Wann sollte ich nach dem Winter das erste Mal mähen?
  • Wie oft in der Woche?
  • Und welche Höhe sollte frisch gemähter Rasen im besten Fall haben?
Alle Tipps zum Rasenmähen lest ihr hier.

Rasen mähen nach dem Winter: Wann wird das Gras zum ersten Mal gekürzt?

Einfach so drauf los mähen nach den kalten Wintermonaten, davon raten Gartenexperten ab. Vielmehr sollte mit dem ersten Rasenmähen gewartet werden bis die richtigen Temperaturen erreicht sind. Sobald die Bodentemperaturen am Tag und in der Nacht nicht mehr unter die 10 Grad Grenze fallen, können Gärtner mit dem Rasenmähen beginnen.
Weiterer Anhaltspunkt ist die Feuchte des Bodens. Die Grünfläche sollte beim Mähen möglichst trocken sein, damit die Räder nicht einsinken. Auch Frühblüher im Garten signalisieren einen guten Zeitpunkt, um mit dem Rasen mähen zu beginnen.

Wie oft und zu welcher Uhrzeit sollte der Rasen gemäht werden?

Wie oft und wann der eigene Rasen gemäht werden sollte, richtet sich nach der Jahreszeit und danach wie schnell das Gras wächst. Tendenziell in den Frühjahrsmonaten etwas öfter als im weiteren Jahresverlauf. Experten raten dazu:
  • Von April bis Juni, wenn der Rasen schneller wächst, sind zwei bis drei Mal die Woche empfehlenswert.
  • Im Juli und August, in den heißen Monaten, ist ein Mal pro Woche ausreichend. Wichtig ist, den Rasen nicht während der Mittagshitze zu mähen, damit er nicht so schnell austrocknet. Anschließend sollte die Wiese ausreichend gewässert werden.
  • Im September und Oktober gilt: Solange kein Frost liegt, reicht es ein Mal in der Woche zu mähen. Dabei ist die Länge der Grashalme entscheidend: Sie sollte nicht weniger als 5 Centimeter betragen.
Wurde der Rasen eine längere Zeit nicht gemäht, beispielsweise nach dem Urlaub, sollte er in mehreren Etappen an die gewünscht Schnitthöhe angepasst werden.

Was ist die optimale Rasenhöhe?

Grundsätzlich ist die richtige Rasenhöhe natürlich Ansichtssache. Dennoch gibt es auch hier einen Expertenrat: Drei bis fünf Zentimeter sollte der Rasen demnach sein. Und das hat einen Grund, denn zu hoher Rasen ist anfälliger für Unkraut, ist er zu kurz, ist der Boden wiederum weniger vor Krankheiten geschützt. Besondere Vorsicht ist deshalb bei Hitze geboten, denn das Gras verbrennt und der Boden trocknet durch Wassermangel aus. Damit der Boden darunter schön kühl bleiben kann, sollten die Halme in den Sommermonaten eher etwas länger gehalten werden.

Warum sollte Rasen nicht nass gemäht werden?

Rasen sollte im besten Falle immer trocken gemäht werden, denn bei nassem Rasen droht ein ungleichmäßiger Schnitt. Sind Grashalme einmal platt getreten, brauchen sie länger, um sich wieder aufzurichten und werden entsprechend nicht vom Mäher erfasst.

Sonntags Rasen mähen: Was sagt das Gesetz?

Nicht nur die Rasenhöhe und die Temperatur bestimmen den Zeitpunkt zum Mähen. Auch Wochentag und Uhrzeit haben einen Einfluss darauf. Laut Bundes-Immissionsschutz ist das Rasenmähen aus Lärmgrünen in Wohngebieten an Sonn- und Feiertagen ganztägig verboten. Unter der Woche darf der Mäher nur zwischen 7 Uhr morgens und 20 Uhr abends genutzt werden. In einigen Regionen gilt außerdem eine Mittagsruhe von 12 bis 15 Uhr. Wer sich nicht an die Vorgabe hält und gegen die Ruhezeiten verstößt, muss wegen Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro rechnen.