Rammstein
: Drei Konzerte in Berlin - Protest gegen Auftritte

Begleitet von Protesten wegen Vorwürfen gegen Sänger Till Lindemann steht die Berliner Band Rammstein vor drei Konzerten in ihrer Heimatstadt.
Von
dpa
Berlin
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Rammstein Frontsänger Till Lindemann (r) feuert auf der Bühne mit einem Flammenwerfer auf Band-Mitglied Christian Lorenz (l, im Feuer) während des Titels. Die Band spielt in Kürze in Berlin.

Malte Krudewig/dpa

Jeweils mehr als 60.000 Menschen erwarten die von harten Klängen und Pyrotechnik geprägten Auftritte an diesem Samstag (20.30 Uhr), Sonntag (16. Juli) und Dienstag (18. Juli).

Die Fans dürften vor dem Stadion auf eine Demonstration treffen, mit der das Verbot der Konzerte gefordert werden soll. Mehrere Frauen haben - teilweise anonym - Vorwürfe gegen Lindemann erhoben. Sie schildern als beängstigend empfundene Situationen. Bei Aftershowpartys soll es demnach auch zu sexuellen Handlungen gekommen sein.

Lindemann weist Vorwürfe gegen ihn zurück. Seine Anwälte verweisen auf Behauptungen in sozialen Netzwerken, Frauen seien bei Konzerten „mithilfe von K.-o.-Tropfen beziehungsweise Alkohol betäubt worden, um unserem Mandanten zu ermöglichen, sexuelle Handlungen an ihnen vornehmen zu können. Diese Vorwürfe sind ausnahmslos unwahr.“

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Lindemann

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat ein Ermittlungsverfahren gegen Lindemann eingeleitet. Bei Verdacht auf eine Straftat muss sie ermitteln. Auch Medienberichte können dafür der Auslöser sein. Bis zum Abschluss der Ermittlungen gilt die Unschuldsvermutung.

Frontmann Lindemann (60), die Gitarristen Richard Kruspe (56) und Paul Landers (58), Bassist Oliver Riedel (52), Keyboarder Christian „Flake“ Lorenz (56) und Schlagzeuger Christoph Schneider (57) leben in Berlin. Die sechs Musiker fanden hier 1994 zusammen und haben sich seitdem mit ihrem harten Sound zur international erfolgreichsten deutschen Band entwickelt.