Der Film- und Fernsehschauspieler Ralf Wolter ist tot. Das bestätigte seine Ehefrau der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in München. Weitere Angaben machte sie nicht. Wolter wurde 95 Jahre alt. Er war unter anderem durch mehrere Karl-May-Verfilmungen bekannt geworden und beliebter Gaststar in vielen Fernsehkrimis.
Schauspieler Ralf Wolter wurde berühmt und beliebt als kauziger Trapper Sam Hawkens.
Schauspieler Ralf Wolter wurde berühmt und beliebt als kauziger Trapper Sam Hawkens.
© Foto: Dieter Klar, dpa
Seine bekannteste Rolle war die des „Sam Hawkens“ in „Winnetou“. Aber sein Wirken reichte noch viel weiter: Über 230 Filme und Fernsehauftritte hatte der Schauspieler in seiner Karriere, die über 60 Jahre andauerte.

Ralf Wolter ist gestorben: Todesursache unbekannt

Woran der 95-Jährige gestorben ist, war zunächst nicht bekannt. Es war auch nicht bekannt, ob er schon länger mit einer Krankheit zu kämpfen hatte. Wolter hatte eine Ehefrau, Edith, und zwei Kinder. Mit Edith Wolter war er fast 60 Jahre verheiratet.
Seine Auftritte an der Seite von Pierre Brice und Lex Barker sind die, die dem Publikum bis heute wohl am stärksten in Erinnerung geblieben sind. Dabei war der Schauspieler in vielen weiteren Produktionen zu sehen, zum Beispiel im „Tatort“, in „Der Alte“, „Ein Schloss am Wörthersee“ oder „Küstenwache“. Seinen letzten Auftritt in einem Film hatte er 2012 in „Bis zum Horizont, dann links“.
Geboren wurde der Schauspieler, der seit vielen Jahrzehnten in der bayerischen Landeshauptstadt lebte, in Berlin. Sein Vater war Zirkusartist, die Mutter Musikerin. Nach dem Besuch einer Schauspielschule begann Wolter als Kabarettist. Theaterstationen waren Bühnen in Berlin und Potsdam, später München.