Quadrantiden am Himmel
: Gute Chancen für Sternschnuppenjäger im Südwesten

Das neue Jahr startet mit einem Himmelsschauspiel: Die Quadrantiden ziehen über den Himmel. Das Wetter erlaubt allerdings nicht in allen Teilen Deutschlands einen Blick auf die Sternschnuppen.
Von
Kerstin Auernhammer,
dpa
Bensheim
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Erst im Dezember waren die Geminiden (im Bild über Brandenburg) zu sehen, nun folgen direkt zum Jahresbeginn die Sternschnuppen der Quadrantiden. (Symbolbild)

Patrick Pleul/dpa
  • Die Quadrantiden-Sternschnuppen sind Anfang Januar sichtbar, Höhepunkt am 3.-4. Januar 2025.
  • Wetter variiert in Deutschland, klarer Himmel vor allem im Süden erwartet.
  • Beobachtungstipp: Früh starten, da der Ausstrahlungspunkt knapp über dem Horizont liegt.
  • Bis zu 100 Meteore pro Stunde möglich, verursacht durch kosmische Staubwolke.
  • Naturschauspiele wie Polarlichter und Kometen locken regelmäßig Naturfreunde nach draußen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Himmelsgucker kommen derzeit auf ihre Kosten. In der ersten Januarwoche ist der Meteorstrom der Quadrantiden am Firmament zu sehen. Die meisten Sternschnuppen werden in der Nacht von Freitag auf Samstag (3. auf 4. Januar 2025) erwartet.

Das Wetter spielt in der Nacht zum Samstag allerdings nicht überall mit: Vor allem über der Mitte Deutschlands erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) einige Wolken und noch etwas Schnee. Im Süden hingegen könnte es war eisig kalt, aber immerhin öfter klar sein. Roland Roth von der Wetterwarte Süd in Bad Schussenried: „Die Nacht wird sternklar. Aber mit minus acht bis minus fünf Grad auch sehr kalt!“ Wer sich warm einpackt, hat also eine gute Chance auf einen Blick auf das Naturschauspiel. Roland Roth rät aber dazu, nicht zu spät loszuziehen, denn: „Möglicherweise kann sich später wieder der für die letzten Wochen so typische Hochnebel wieder ausbreiten.“

Eine kosmische Staubwolke als Verursacher

Uwe Pilz, Vorsitzender der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Bensheim, erläutert, wann der Blick gen Himmel am erfolgversprechendsten ist. „Das Maximum ist wie man sagt spitz, also von kurzer Dauer“, so Pilz. „Es ist eine gute Idee, gleich zu Beginn der Nacht mit dem Beobachten zu beginnen.“ Je später, desto weniger Sternschnuppen seien wahrscheinlich zu entdecken.

Der Ausstrahlungspunkt befindet sich im Sternbild Bootes, weshalb man auch von Bootiden spricht. Dieser Punkt stehe bei Beginn der Nacht nur knapp über dem Horizont in nord-nord-westlicher Richtung, erklärt Pilz. „Das ist erst mal eine schlechte Nachricht.“ Da aber bis zu 100 Meteore pro Stunde erwartet würden, könne man sicherlich ein paar davon sehen.

Verursacht werden die Sternschnuppen von einer kosmischen Staubwolke. Da die Staubteilchen flach in die Atmosphäre eintreten, ziehen sie lange Spuren, wie Pilz weiter ausführt. Diese könnten über weite Teile des Himmels reichen.

Polarlichter, Kometen und Sternschnuppen

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