Prozess gegen Marius Borg Høiby
: Bis zu 16 Jahre Haft möglich

Im Prozess gegen Marius Borg Høiby drohen dem Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit bis zu 16 Jahre Haft – die Verhandlung beginnt am 3. Februar in Oslo.
Von
Judith Müller
Oslo
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Marius Borg Høiby steht ab dem 3. Februar in Oslo vor Gericht – ihm drohen bei Verurteilung bis zu 16 Jahre Haft.

Marius Borg Høiby steht ab dem 3. Februar in Oslo vor Gericht – ihm drohen bei Verurteilung bis zu 16 Jahre Haft.

picture alliance/dpa/NTB, Lise Aserud
  • Prozess gegen Marius Borg Høiby beginnt am 3. Februar in Oslo – drohen bis zu 16 Jahre Haft.
  • 32 Anklagepunkte, darunter Vergewaltigung und Körperverletzung, laut Staatsanwaltschaft.
  • Digitale Spuren und Suchanfragen belasten Høiby – Beweislage gilt als erdrückend.
  • Suchttherapie und Geständnisse könnten strafmildernd wirken, Sexualdelikte bleiben kritisch.
  • Keine Sonderbehandlung durch royale Verbindung – prominente Zeugen könnten Verhandlung beeinflussen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am 3. Februar beginnt der mit Spannung erwartete Prozess gegen Marius Borg Høiby (27), den ältesten Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen. Die Gerichtsverhandlung umfasst 18 Verhandlungstage und erstreckt sich voraussichtlich über sechs Wochen. Laut der Osloer Staatsanwaltschaft ist Høiby in 32 Punkten angeklagt, darunter Vergewaltigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung (BUNTE.de).

Strenge Rechtslage in Norwegen

Der norwegische Anwalt Patrick Lundevall-Unger erklärte gegenüber BUNTE.de, dass Høiby bei Verurteilung aller Anklagepunkte bis zu 16 Jahre Haft drohen könnten. Besonders kritisch seien die vier Anklagepunkte wegen Vergewaltigung. „Das norwegische Recht ist hier sehr streng. Eine Vergewaltigung wird bereits bei Penetration definiert, was die Beweisführung in Høibys Fall erschwert, aber die vorhandene Beweislage erdrückend erscheinen lässt“, so Lundevall-Unger.

Der Anwalt wies zudem auf die digitale Spur hin: „Es liegt unter anderem Material von Høibys Datenträgern vor, außerdem hat er vor den Taten Begriffe wie ‚Vergewaltigung‘ und ‚sexuelle Nötigung‘ gegoogelt – das ist aus rechtlicher Sicht dramatisch“ (BUNTE.de).

Bewährung oder langjährige Haft?

Høiby soll bereits am zweiten Prozesstag selbst aussagen. Nach Einschätzung von Patrick Lundevall-Unger könnte bei einem Freispruch der Vergewaltungsdelikte nur eine Bewährungsstrafe verhängt werden. Sollte er jedoch für alle Delikte verurteilt werden, drohen mehrere Jahre Haft. „Die teilweise Geständnisse Høibys zu Drohungen könnten strafmildernd wirken, aber die schweren Sexualdelikte stehen weiterhin im Raum“ (BUNTE.de).

Suchttherapie als mögliche Strafmilderung

Wie zuvor von TV 2 Norge berichtet, befindet sich Høiby derzeit erneut in einer Suchtbehandlung. Sollte dies nachweislich erfolgt sein, könne dies im Prozess strafmildernd berücksichtigt werden. Lundevall-Unger betont jedoch, dass bisher keine konkreten Angaben zur Dauer und Intensität der Therapie vorliegen.

Kein royaler Vorteil

Høiby kann sich durch seine Nähe zur königlichen Familie keine bevorzugte Behandlung erhoffen. „Er ist formal kein Mitglied der Königsfamilie. Seine Verbindung zu Prinzessin Mette-Marit verschärft die Situation eher, als dass sie ihm Vorteile verschafft“, so Lundevall-Unger (BUNTE.de).

Influencer und prominente Zeugen

Wie bereits berichtet, werden in diesem Prozess auch mehrere Influencer und Reality-TV-Stars als Zeugen geladen. Die Aussagen dieser prominenten Zeugen könnten die Verhandlung weiter beeinflussen. Mehr über die prominenten Zeugen im Fall Høiby lesen Sie hier.