Adel Prinzessin Eugenie vor dem Traualtar

Das Verlobungsbild.
Das Verlobungsbild. © Foto: Jonathan Brady/PA Wire/dpa
London.  / Hendrik Bebber 12.10.2018

Das englische Königshaus tut sein Bestes, das vom Brexit genervte Volk abzulenken. Nach der neuen Elternfreude von Prinz William und Kate im April und der Heirat von Prinz Harry und Meghan im Mai soll nun heute die Hochzeit von Prinzessin Eugenie mit Jack Brooksbank zur Aufmunterung dienen.

Die 28-jährige Eugenie ist die zweite Tochter von Prinz Andrew und seiner  geschiedenen Frau Sarah Ferguson, besser als „Fergie“ bekannt. Die Beziehung der Prinzessin zu Jack Brooksbank beschäftigt die Klatschblätter seit acht  Jahren, als sich das Paar beim Skiurlaub in  der  Schweiz kennengelernt hatte.  Eugenie ist  immerhin die Nummer neun in der britischen Thronfolge und deshalb schien Brooksbank nicht besonders „hoffähig“.  Der 32-jährige Weinhändler, Nachtklubmanager und Promoter von edlem Tequila hat allerdings einige Blaublüter in seiner Ahnenreihe.

Doch wie alle Kinder und Enkelkinder der Queen setzt Eugenie mit der Wahl ihres Ehepartners die Verbürgerlichung des Hauses Windsor fort.  Als Direktorin einer Londoner Privatgalerie wählte sie selbst einen bürgerlichen Beruf, engagiert sich aber auch als Schirmherrin wohltätiger Organisationen.

Die Hochzeit wird heute freilich mit königlichen Glanz gefeiert. Zur Trauung in der St.-Ge­orgs-Ka­pelle von Schloss Windsor sind 850 Gäste geladen, darunter auch George Clooney, Naomi Campbell und Elton John als enge Freunde des lebenslustigen Paares.  1200 per Los ausgewählte Untertanen dürfen das Ereignis im Park über Bildschirme mitverfolgen. Noch mehr Schaulustige können dann in den Straßen und Windsor jubeln, wenn das Paar ihnen aus der offenen Kutsche zuwinkt.

Nachdem die Premierministerin vergangene Woche beim Parteitag in Birmingham den Briten das Ende des harten Sparkurses verkündet hatte, müssen sich die Steuerzahler nicht über die auf zwei Millionen Euro geschätzten Kosten für die Sicherheit und Organisation der royalen Vermählung sorgen. Die Queen und Prinz Philip übernehmen jedenfalls die 20 000 Euro Flugkosten für die Privatmaschine, mit der sie von ihrem schottischen Feriendomizil nach Windsor fliegen.

Voller Vorfreude zeigte sich im Vorfeld Joanna Newton, die 91-jährige Großmutter des Bräutigams, der seine berufliche Karriere als Kellner begonnen hatte.  „Er ist ein charmanter Junge, aber nicht besonders intelligent“, vertraute sie der „Mail Online“ an. „Ich hätte nie gedacht, dass er einmal in die königliche Familie einheiratet.“

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