Polizeieinsatz bei Bauernprotest
: 35-jähriger Teilnehmer angefahren – war die Tat vorsätzlich?

In Niedersachsen wurde ein Teilnehmer der Bauernproteste von einem Auto angefahren. Die Polizei leitete ein Verfahren gegen den Fahrer ein. Der Verdacht: versuchtes Tötungsdelikt.
Von
Yasmin Nalbantoglu
Ulm
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Auch die Polizei ist am Montag bei den Bauernprotesten eingespannt. Das Foto ist in Neuhausen entstanden. In Niedersachen nahmen die Beamten einen Autofahrer fest, der zuvor einen Teilnehmer der Proteste angefahren hatte.

Bernd Weißbrod/dpa

Im Zuge der bundesweiten Bauernproteste ist am Montagvormittag (08.01.) in Friesoythe in Niedersachsen einer der Demonstranten von einem Auto angefahren worden. Der 35-Jährige wurde dabei offenbar schwer verletzt. Das hat die Polizei Oldenburg bei der Plattform X, früher Twitter, mitgeteilt.

Demnach habe der 45-jährige Autofahrer eine Blockade über einen Geh- und Radweg umfahren wollen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit dem Protestteilnehmer. Wie die Beamten mitteilten, flüchtete der Autofahrer. Er konnte jedoch später festgenommen werden. Der Verletzte wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht, berichtet die Deutsche Presseagentur (DPA). Mittlerweile konnte der 35-Jährige wieder aus der Klinik entlassen werden.

Verfahren: Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts

Hat der Fahrer vorsätzlich gehandelt? Diesem Verdacht geht die Polizei laut DPA jetzt nach. Es wurde ein Verfahren wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts eingeleitet.

In ganz Deutschland sorgen die Bauernproteste am Montag für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Auch Baden-Württemberg ist stark betroffen. Wie die Lage im Land ist, lesen Sie in unserem Live-Ticker.