Terroristen zünden eine Autobombe in der Konstanzer Innenstadt. Schüsse fallen. Es gibt Tote und Schwerverletzte. Panik droht, die Lage ist unübersichtlich. Das ist das Szenario der Baden-Württembergischen Terrorismusabwehr Exercise (BWTEX). Mit dieser Übung probten rund 2.500 Polizisten, Soldaten und zivile Helfer in Stetten am kalten Markt im Kreis Sigmaringen den Einsatz in einem solchen Katastrophenfall.

Auf dem Truppenübungsplatz Heuberg in Stetten am kalten Markt bauten die Organisatoren die Konstanzer Innenstadt nach. Am Samstag um 10.30 Uhr begann die Hauptübung.

Anti-Terror-Übung: So lief die XXL-Probe ab

Premiere: Zum ersten Mal simulierte eine Übung den gesamten Ablauf eines Katastrophenszenarios. Vom ersten Schuss bis zum Transport der Verletzten in Krankenhäuser und der dortigen Versorgung.

Kurz nachdem die Terroristen, gespielt von Polizisten aus Rheinland-Pfalz, die Bombe zündeten, gingen im Szenario erste Notrufe ein. Zunächst rückten Streifen-Polizisten an, die zu dritt Interventionsteams bildeten und Schutzausrüstung anlegten. Sie rückten an die Terroristen heran, ehe SEK-Kräfte eintrafen und die Terroristen stoppten.

Unterdessen bargen Polizisten mit Hilfe von zwei Fahrzeugen der Bundeswehr die ersten Verletzten. Rund 300 Statisten mimten die Passanten.

Hubschrauber und Rettungswagen im Einsatz

Rettungskräfte bildeten eine Verletzten-Sammelstelle. Dort versorgten Ärzte die von Statisten gespielten Verletzten und entschieden, welche weitere Behandlung nötig ist. Je nach Schwere der Verletzung brachten Hubschrauber oder Rettungswagen die Personen in die Kliniken Friedrichshafen und Konstanz und ins Krankenhaus Sigmaringen. Insgesamt standen an diesen drei Standorten 450 Mitarbeiter für die medizinische Versorgung parat.

Innenminister Thomas Strobl: „Wer heute erlebt hat, wie leistungsfähig hier gearbeitet wurde, wie konsequent aufeinander abgestimmt gehandelt wurde, kommt sicher zu dem gleichen Schluss wie ich: Die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sind hoch professionell und sehr gut vorbereitet.“

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