Pokémon-Weltmeister hört auf: Fans wurden ihm zu übergriffig

Pokémon-Weltmeister Wolfe „WolfeyVCG“ Glick zieht sich zurück.
Screenshot YouTube @WolfeyVGCNach Jahren als einer der erfolgreichsten Pokémon-Spieler weltweit zieht sich ein Weltmeister der beliebten Turnierszene aus dem Rampenlicht zurück. Wolfe „WolfeyVCG“ Glick, Gewinner der Pokémon-Weltmeisterschaft 2016, begründet diesen Schritt mit wiederholten Grenzüberschreitungen durch Fans – sowohl physisch als auch online.
Vom Pokémon-Weltmeister zum Influencer
Seit seinem Gewinn der Pokémon-Weltmeisterschaft 2016 gilt WolfeyVCG als eines der bekanntesten Gesichter der Pokémon-Community. Zahlreiche nationale und regionale Titel unterstreichen seine langjährige Dominanz in der Szene. Mit Millionen von Fans auf Social Media hat er die Begeisterung für Pokémon weltweit mitgeprägt.
Grenzen wurden überschritten
Doch der Ruhm hat auch eine dunkle Seite. Glick berichtet, dass er bei Fan-Treffen und gemeinsamen Fotos mehrfach ohne Zustimmung berührt wurde. Solche Vorfälle hätten ihn sogar dazu gebracht, die diesjährige Weltmeisterschaft vorzeitig zu verlassen.
Neben physischen Übergriffen belasten ihn auch sexuelle Nachrichten in sozialen Netzwerken. „Ich fühle mich eher wie eine Marke als wie eine Person“, erklärt WolfeyVCG. „Manchmal wäre ich lieber einfach Wolfe, nicht WolfeyVCG.“
Social-Media-Pause angekündigt
Um seine persönlichen Grenzen zu schützen, plant WolfeyVCG eine Pause von sozialen Medien. Zukünftig möchte er weniger Videos veröffentlichen und das neue Pokémon-Spiel Legends: Z-A ausschließlich privat, ohne Livestreams, spielen. „Ich habe jahrelang darum gekämpft, die Person zu sein, die Leute wohl in mir gesehen haben – diese unerschütterliche Konstante für die Szene. Aber ich bin auch nur ein Mensch“, sagt er.
Fans zeigen Verständnis
Trotz seines Rückzugs betont WolfeyVCG, dass ihm die Community wichtig ist. Die Reaktionen der Fans zeigen viel Verständnis und Unterstützung. Ein Nutzer kommentierte: „Ich bin super stolz auf dich, dass du nicht nur über das alles redest, sondern auch daran glaubst, dass es besser werden kann. Du verdienst das.“

