Nikki Haley
: Familie, Herkunft & US-Wahl - die Republikanerin im Porträt

Nikki Haley, die ehemalige Präsidentschaftskandidatin, will nach ihrem Ausstieg für Donald Trump stimmen. Wir stellen die Politikerin im Porträt vor.
Von
Philipp Staedele
Washington D.C.
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USA, Raleigh: Nikki Haley, ehemalige republikanische Präsidentschaftsbewerberin, spricht auf einer republikanischen Wahlkampfveranstaltung in North Carolina.

Chuck Burton/dpa

Während der Vorwahlen zur US-Wahl 2024 war sie Donald Trumps ärgste Konkurrentin, nach ihrem Ausstieg aus dem Präsidentschaftsrennen will sie nun Trump ihre Stimme geben.

Wer ist Haley privat und im politischen Leben? Wir stellen die Politikerin im Porträt vor.

Nikki Haley: Alter, Geburtsort, Ehemann, Kinder

  • Name: Nimrata „Nikki“ Haley
  • Geburtstag: 20. Januar 1972
  • Geburtsort: Bamberg, South Carolina
  • Größe: 1,68
  • Beruf: Politikerin
  • Ehemann: Michael Haley
  • Kinder: Rena Haley, Nalin Haley
  • Eltern: Ajit Singh Randhawa und Raj Kaur Randhawa
  • Geschwister: Simran Singh, Mitti Randhawa, Charan Randhawa

Die politische Karriere von Nikki Haley

Nach ihrem Schulabschluss an den Orangeburg Preparatory Schools studierte Nikki Haley Buchhaltung an der Clemson University und arbeitete danach in einem Unternehmen in North Carolina. Daraufhin wurde sie Teil des Finanzvorstands des Unternehmens ihrer Mutter, dem Bekleidungsgeschäft „Exotica International Gift Shop“. Gemeinsam mit ihrer Mutter baute sie das Geschäft zu einem Unternehmen mit Umsätzen in Millionenhöhe aus.

Im Jahr 2004 wurde Nikki Haley erstmals ins Repräsentantenhaus von South Carolina gewählt. Zwei Jahre später wurde sie wiedergewählt. In den Jahren 2010 und 2014 gewann sie die Gouverneurswahlen in South Carolina. Nach seiner Wahl zum Präsidenten der USA nominierte Donald Trump Haley 2016 zur Botschafterin der Vereinigten Staaten bei den Vereinten Nationen, woraufhin sie ihr Amt als Gouverneurin niederlegte. Als UN–Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen hatte Nikki Haley eine wichtige Position in der Außenpolitik unter Donald Trump inne.

Die politischen Positionen von Nikki Haley

Frauen, LGBTQ+, Waffen, Rassismus und Co. — In der Vergangenheit bezog Nikki Haley Stellung zu diesen Themen. Das waren ihre Positionen:

Frauenrechte und LGBTQ+

Nikki Haley hat sich gegen das Recht auf Abtreibung ausgesprochen und gegen die gleichgeschlechtliche Ehe.

Gesundheit und Waffen

Die unter Obama durchgeführte Krankenversicherungsreform „Obamacare“ wird von Haley abgelehnt. Außerdem spricht sie sich dafür aus, dass die Regierung nicht dazu in der Lage sein sollte, das Recht auf das Tragen von Waffen einzuschränken.

Rassismus

Nach dem Anschlag in Charleston, South Carolina am 17. Juni 2015, bei dem der 21–jährige Dylann Roof neun schwarze Mitglieder der Emanuel African Methodist Episcopal Church erschoss, sprach sich Haley dagegen aus, die Flagge der Konföderierten Staaten von Amerika auf staatlichem Gelände zu verwenden. Die Flagge ist Kennzeichen der Südstaaten, welche zu ihrer Zeit die Sklaverei befürworteten –sie ist daher umstritten.

Nikki Haley und die Kandidatur für die US-Wahl 2024

Die frühere US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen hatte sich bei den internen Vorwahlen der Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur ein wochenlanges Duell mit Trump geliefert, war jedoch chancenlos und gab sich schließlich geschlagen. Damit kommt es im US-Wahlkampf zu einer Neuauflage des Duells zwischen Trump und Biden, der bei der Wahl am 5. November erneut antreten will und in seiner Partei keine echte Konkurrenz hat.

Warum gibt Haley jetzt Trump ihre Stimme?

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump kann bei der Wahl im November auf die Stimme seiner einstigen parteiinternen Konkurrentin Nikki Haley zählen. Sie sei zwar mit Trump politisch nicht immer auf einer Linie, sagte Haley bei einer Veranstaltung am Mittwoch in Washington. Daran habe sich nichts geändert. Der demokratische Amtsinhaber Joe Biden sei jedoch „eine Katastrophe“, erläuterte Haley. „Deshalb werde ich für Trump stimmen.“ Mehr zum Thema gibt es hier.

(mit Material von dpa)