Die Fußballwelt hat wieder einen Verlust zu melden: Der italienische Stürmer und ex-Trainer Gianluca Vialli ist mit 58 Jahren an Krebs gestorben. Das bestätigte am 6. Januar 2023 der italienische Fußballverband. „Gianluca war ein wunderbarer Mensch, sein Tod hinterlässt ein klaffendes Loch, das nicht gefüllt werden kann“, so Gabriele Gravina, Präsident des italienischen Fußballverbands FIGC.
„Umgeben von seiner Familie ist er vergangenen Nacht gestorben, nachdem er fünf Jahre mit Mut und Würde gegen die Krankheit gekämpft hat“, hieß es in einer Erklärung der Familie.

Gianluca Vialli Todesursache: Krebs der Bauchspeicheldrüse

2017 wurde Vialli zum ersten Mal mit Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Nach einer langen Therapie hatte er noch 2020 bekanntgegeben, dass er den Krebs besiegt hatte. 2021 kam dann die erschütternde Nachricht, dass er erneut erkrankt war. Bis Dezember 2022 war er Co-Trainer der italienischen Nationalmannschaft unter Roberto Mancini. Dann kündigte er seine Karrierepause an, um sich auf seine Gesundheit zu konzentrieren. „Nach langen und schwierigen Verhandlungen mit meinem wunderbaren Team von Onkologen habe ich beschlossen, meine derzeitigen und künftigen Verpflichtungen - hoffentlich nur vorübergehend - auszusetzen“, sagte Vialli damals. Gut drei Wochen später starb er nun.
Gianluca Vialli beim UEFA Cup.
Gianluca Vialli beim UEFA Cup.
© Foto: dpa

Karriere von Vialli: Juve, Chelsea, Nationalmannschaft

Gianluca Vialli machte sein Debüt in der italienischen Serie A in der Mannschaft Sampdoria 1984. In einem Nachruf auf ihrer Webseite schreibt Sampdoria, dass Vialli „unser Held“ war. 1992 wechselte er zum italienischen Konkurrenten Juventus Turin, wo er die Champions League gewann. 1996 wechselte er dann in die Premier League zum FC Chelsea. Bei Chelsea wurde er 1998 als Trainer eingesetzt, der erste Italiener, der diesen Posten bekam. In den Jahren 1986 und 1990 spielte er für die italienische Nationalmannschaft im Kader bei den Weltmeisterschaften. 2021 gewann er mit der italienischen Nationalmannschaft den EM-Titel. Vialli spielte zwischen 1985 und 1992 insgesamt 59 Mal für die Nationalmannschaft und schoss für die Squadra Azzurra 16 Tore.

Familie: Ehefrau, Kinder, Geschwister

Gianluca Vialli hinterlässt eine große Familie. Mit seinen vier Geschwistern ist er in Cremona aufgewachsen. 2003 hat Vialli seine Frau, Cathryn White-Cooper, geheiratet. Das Paar hat zwei Töchter, Olivia und Sofia. Er ist in London gestorben, wo er sein über 20 Jahren gelebt hat.