Paul Simon und Art Garfunkel schrieben als „Simon & Garfunkel“ gemeinsam Musikgeschichte. Mit ihren melancholischen Songs und oft nachdenklichen Texten erreichte das Folk-Duo weltweite Bekanntheit. Ihre zeitlosen Songs wie „Sound Of Silence“, „Mrs. Robinson“ und „The Boxer“ verhalfen der Gruppe zu mehr als 100 Millionen verkauften Tonträgern. Am Dienstag, 13.10.2021, wird Paul Simon 80 Jahre alt. Was wurde aus dem Musiker, nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Art Garfunkel? Ein Rückblick über die Karriere und den musikalischen Werdegang von Paul Simon.

Paul Simon Steckbrief: Alter, Wohnort, Ehefrau

  • Name: Paul Frederic Simon
  • Alter: 80
  • Größe: 1,60 m
  • Geburtstag: 13.10.1941
  • Geburtsort: Newark, New Jersey
  • Staatsangehörigkeit: USA
  • Beruf: Sänger, Songwriter
  • Ehefrau: Edie Brickell
  • Kinder: Adrain, Edward und Lulu
  • Instagram: paulsimonofficial

Paul Simon: Musikalischer Werdegang und Karriere

Schon früh entdeckte Paul Simon seine Begeisterung für Musik. Als er zwölf Jahre alt war, schenkten seine Eltern ihm seine erste Akustikgitarre. Ein Jahr später schrieb er seinen ersten Song. Im gleichen Zeitraum lernte Paul Simon den gleichaltrigen Art Garfunkel kennen, der später über viele Jahre sein musikalischer Begleiter sein würde. Die beiden bildeten das Duo „Tom & Jerry“, benannt nach der gleichnamigen Zeichentrickserie. Im Jahr 1957 landeten die beiden ihren ersten Hit und versuchten im Rock’n’Roll-Genre Fuß zu fassen.

„Simon & Garfunkel“: Zusammenarbeit mit Art Garfunkel

Paul Simon arbeitete neben seinem Literaturstudium bereits als Songschreiber für Verlage. Gemeinsam mit seinem Freund Art Garfunkel, der damals Architektur studierte widmete er sich ab 1963 dem damals aufkommenden Folk. Das Duo versuchte, sich in der Folkszene von Greenwich Village in New York einen Namen zu machen. Mit harmonisch-süßlichem Satzgesang sangen sie zur Gitarre anders als linke Folksänger wie Bob Dylan nicht über die ungerechte Welt: Ihre Texte waren weniger politisch, sondern offenbarten tiefe Blicke in die menschliche Seele.

Soloprojekte und Trennung von Art Garfunkel

Als der Erfolg in New York zunächst ausblieb, reiste Simon 1964 allein nach London, fasste dort Fuß in der florierenden Folk-Szene. Der zuvor aufgenommene Song „Sound of Silence“ wurde, neu arrangiert mit Schlagzeug und elektrischer Gitarre, veröffentlicht - und ein 1965 ein Riesenhit. Das düstere Lied über gefühlstote Konsummenschen, die blind einem „Neongott“ folgen, wurde zum ersten Nummer-eins-Hit des Duos in den USA.
Spätestens der Hollywood-Film „Die Reifeprüfung“ aus dem Jahr 1967 machte die leisen Folk-Rocker weltbekannt. Dazu bot das Duo den Titel „Mrs. Robinson“.
Im Streit über „Bridge Over Troubled Water“ kam es 1970 zum Bruch zwischen Simon und Garfunkel - auf dem Höhepunkt des Erfolgs. Garfunkel wollte Simons vielleicht schönsten Song nicht singen, in dem es um Gemeinschaft und Vertrauen geht. Simon war verärgert - und schwamm sich künstlerisch frei: 13 Studioalben als Solist folgten bis heute, immer wieder jedoch rauften sich „Simon & Garfunkel“ für einzelne Auftritte zusammen, so zum Beispiel für ihr Gratiskonzert im New Yorker Central Park vor 500.000 Zuschauern, welches als „The Concert in the Park“ in die Geschichte einging.

Paul Simon: Mitbegründer der Weltmusik

Im Jahr 1986 überschritt Paul Simon mit seinem Album „Graceland“ kulturelle Grenzen: Er nahm die Platte gemeinsam mit südafrikanischen Musikern auf und machte dadurch deren Musik in westlichen Ländern bekannter. Für das Album „Graceland“, an dem neben Ladysmith Black Mambazo, Los Lobos und Stimela auch Youssou N’Dour und Morris Goldberg mitwirkten, wurden Simon zwei Grammy Awards verliehen. Das Album war auch ein Statement gegen die Rassentrennung und Unterdrückung der Schwarzen in dem damaligen Apartheid-Staat Südafrika. Er habe die „unglaubliche Kultur“ afrikanischer Künstler zeigen wollen - und auch, dass Schwarze und Weiße gut zusammenarbeiten könnten, sagte Simon in einem Radio-Interview. Südafrikanische politische Aktivisten kritisierten das Projekt jedoch hart: Er habe den UN-Kulturboykott gegen Südafrika gebrochen und schwarze Musiker ausgebeutet, befand etwa die Unabhängigkeitsorganisation ANC.

Paul Simon: Ende seiner Karriere und Rückzug ins Privatleben

Im Februar 2018 gab Simon das Ende seiner Konzertlaufbahn und den Rückzug ins Privatleben bekannt. Ein letztes Konzert am 22. September 2018 beendete seine Abschiedstournee durch die USA, Nordeuropa und das Vereinigte Königreich. Danach trat Simon nur noch vereinzelt zu wohltätigen Zwecken auf.
Parallel zu seinem Bühnenabschied veröffentlichte er Anfang September sein 13. Studioalbum „In the Blue Light“. Im März 2021 wurde bekannt, dass der als schüchtern geltende musikalische Perfektionist und 16-fache Grammy-Gewinner die Songrechte an seinem Lebenswerk für rund 250 Millionen US-Dollar an Sony Music verkauft hatte.