Paris
: Frankreich: 440 Festnahmen und 31 Verletzte bei Schülerprotesten

Bei Schülerprotesten in Frankreich sind 440 Menschen festgenommen worden, überwiegend Minderjährige. Unter den 31 Verletzten sind auch Beschäftigte des Bildungswesens.
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red/afp
Paris
Nationaler Streiktag in Frankreich: 29.09.2026, Frankreich, Lille: Polizisten stehen Schülern gegenüber, die sich neben dem Eingang des Baggio-Gymnasiums versammelt haben, um gegen die Veröffentlichung des Haushaltsentwurfs für das nächste Jahr durch die Regierung zu protestieren. Beschäftigte des öffentlichen Dienstes führen in ganz Frankreich einen eintägigen Streik und Demonstrationen durch, nachdem eine breite gewerkschaftsübergreifende Koalition dazu aufgerufen hatte, um zwei Tage vor der Vorstellung des Haushaltsentwurfs für 2027 Druck auf die Regierung auszuüben. Foto: Jean-Francois Badias/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bei den teils gewaltsamen Schülerprotesten in Frankreich sind am Dienstag nach Angaben der Regierung 440 Menschen festgenommen worden.

Jean-Francois Badias/AP/dpa
  • Frankreich meldet 440 Festnahmen bei teils gewaltsamen Schülerprotesten.
  • 31 Verletzte werden gezählt – darunter mindestens zehn Beschäftigte des Bildungswesens.
  • Ein Lehrer wurde im Norden geschlagen, ein Schulleiter in Hauts-de-Seine durch Feuerwerk verletzt.
  • Ein weiterer Schulleiter in Essonne wurde mit dem Tod bedroht – Minister verurteilt die Gewalt.
  • Laut Bildungsministerium waren 416 Schulen betroffen, am Abend noch 338, davon 45 blockiert.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei den teils gewaltsamen Schülerprotesten in Frankreich sind am Dienstag nach Angaben der Regierung 440 Menschen festgenommen worden, überwiegend Minderjährige. Das Bildungsministerium meldete zugleich 31 Verletzte unter Schülern und Beschäftigten. Mindestens zehn Beschäftigte des Bildungswesens seien verletzt worden, erklärte Bildungsminister Édouard Geffray.

Unter den Verletzten seien ein Lehrer, der im Norden des Landes geschlagen worden sei, sowie ein Schulleiter, der im Département Hauts-de-Seine durch einen Feuerwerkskörper verletzt worden sei, erklärte Geffray im Onlinedienst X. Ein weiterer Schulleiter sei im Département Essonne mit dem Tod bedroht worden. „Diese Gewalt ist unsäglich“, schrieb der Minister.

416 Schulen von Protesten oder Störungen betroffen

Das Demonstrationsrecht sei eine grundlegende Freiheit, dürfe aber nicht als Rechtfertigung für solche Taten dienen, erklärte Geffray weiter. „Wer sie legitimiert oder in diesem Zusammenhang zur Ausweitung der Blockaden aufruft, bringt unsere Schüler ebenso wie die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Gefahr. Das ist unverantwortlich.“

Nach Angaben des Bildungsministeriums waren am Dienstag insgesamt 416 Schulen von Protesten oder Störungen betroffen. Am Abend waren demnach noch 338 Schulen betroffen, 45 davon blockiert; an 46 weiteren gab es Blockadeversuche.

Die Proteste hatten in der vergangenen Woche im Großraum Paris begonnen und sich anschließend auf andere Landesteile ausgeweitet.