Parfümerie Douglas: Filialen werden doch geschlossen

Douglas rudert zurück: Die Parfümeriekette nimmt Öffnung einiger Filialen wieder zurück.
DPA- Seit Mittwoch (16.12) gilt in Deutschland ein harter Lockdown. Kaufhäuser, Baumärkte, Buchhandel und andere nicht lebensnotwendige Läden müssen schließen.
- Parfümeriekette Douglas sieht einen Teil ihrer Filialen als Drogerien — und will trotz Lockdown öffnen
- Es hagelt Kritik von der Gewerkschaft Verdi in Hessen: Hier wird das Betreiben von Douglas als „anrüchiges Unterlaufen des Lockdowns“ eingestuft. Douglas schließt Filialen doch und entschuldigt sich
Für viele Menschen sei die Entscheidung, einige Filialen mit Drogeriesortimenten offenzuhalten, nicht nachvollziehbar gewesen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. „Ab heute bleiben alle unsere deutschen Filialen daher bis auf Weiteres geschlossen“, erklärte die Chefin der größten deutschen Parfümeriekette Douglas, Tina Müller. Sie bat laut einer Mitteilung des Unternehmens „diejenigen um Entschuldigung, die wir mit unserem Vorgehen befremdet oder vor den Kopf gestoßen haben“.
Trotz Lockdown: Douglas hat Filialen offen gelassen
Douglas hatte am ersten Tag des bundesweiten Lockdowns knapp ein Viertel der Filialen offengelassen und sich dabei auf den Beschluss von Bund und Ländern berufen, welcher den Verkauf von Drogerieartikeln weiter erlaubt. Die Gewerkschaft Verdi in Hessen hatte zuvor von einem „anrüchigen Unterlaufen des Lockdowns“ gesprochen. Die Parfümerie deklariere sich über Nacht zur Drogerie um.