Papstnamen
: Leo, Franziskus, Benedikt, Johannes Paul - Warum heißen die Päpste so?

Nach ihrer Wahl geben sich die Päpste einen heiligen Namen und legen ihren weltlichen ab. Hier gibt es alle Infos zur Namenswahl eines Papstes.
Von
Daniel Steiger
Vatikan
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Papst Franziskus: ARCHIV - 23.12.2013, Vatikan: Ein vom L'Osservatore Romano bereitgestelltes Handout-Foto zeigt Papst Franziskus (r), der von seinem Vorgänger, dem emeritierten Papst Benedikt XVI., im Kloster «Mater Ecclesiae» in der Vatikanstadt begrüßt wird. (zu dpa: «Der andere Papst - Franziskus ist tot») Foto: L'osservatore Romano/ANSA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Zwei Päpste auf einem Bild: Papst Franziskus, rechts, spricht mit dem emeritierten Papst Benedikt XVI. Woher haben die Päpste ihre Namen? Hier gibt es alle Infos.

L'osservatore Romano/ANSA/dpa
  • Päpste wählen nach ihrer Ernennung einen heiligen Namen.
  • Die Tradition begann im 10. Jahrhundert.
  • Namen wie Johannes (24 Mal) und Gregor (18 Mal) sind häufig.
  • Papst Franziskus war zuvor Jorge Mario Bergoglio.
  • Der neue Papst wird seinen Namen selbst wählen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Leo, Pius, Johannes Paul, Franziskus, Benedikt - seit Jahrhunderten tragen die Päpste besondere Namen. Warum ist das so? Wer sucht den Namen aus? Und welche Namen kommen infrage? Hier gibt es alle Infos zu den Papstnamen:

Warum tragen die Päpste besondere Namen?

Laut Vatikan ist die Annahme eines neuen Namen als Papst keine festgeschriebene Regel. Vielmehr hat sich das etwa im 10. Jahrhundert als Brauch entwickelt. Bei der Namensfindung richten sich die Päpste meistens nach dem Heiligen, den sie besonders verehren (auch gelegentlich der Tagesheilige des Wahltages), oder nach dem Papst, der sie in den Kardinalsstand erhoben hat. Franziskus feierte mit seiner Namenswahl übrigens eine Premiere: Als erster in 2000 Jahren Kirchengeschichte gab er sich den Papstnamen Franziskus, in Erinnerung an den „Heiligen der Armen“, Franz von Assisi.

Welche Namen werden (am meisten) verwendet?

Die Internetseite vaticanhistory listet auf, welche Papstnamen in den vergangenen Jahrhunderten am meisten verwendet wurden. Mit großem Abstand führt da der Name Johannes. Dieser wurde von Päpsten (inkl. Gegenpäpsten) insgesamt 24 Mal verwendet. Und das sind die Top 20 der meistgewählten Papstnamen:

  • Johannes: 24 Verwendungen
  • Gregor: 18
  • Benedikt: 18
  • Clemens: 17
  • Innosenz: 14
  • Leo: 14
  • Pius: 12
  • Stephan: 9
  • Bonifatius: 9
  • Urban: 8
  • Alexander: 8
  • Hadrian: 6
  • Paul: 6
  • Cölestin: 6
  • Nikolaus: 6
  • Sixtus: 5
  • Anastasius: 5
  • Honorius: 5
  • Felix: 5
  • Victor: 5

Wie heißen die letzten Päpste mit "echtem" Namen?

Wenn die Päpste sich nach ihrer Wahl ins Amt einen neuen Namen geben, ist klar, dass sie vorher anders hießen. Diese weltlichen Namen trugen die letzten Päpste vor ihrer Wahl:

  • Papst Leo XiV.: Robert Francis Prevost
  • Papst Franziskus: Jorge Mario Bergoglio
  • Papst Benedikt XVI.: Joseph Aloisius Ratzinger
  • Papst Johannes Paul II.: Karol Józef Wojtyła
  • Papst Johannes Paul I.: Albino Luciani
  • Papst Paul VI.: Giovanni Battista Enrico Antonio Maria Montini
  • Papst Johannes XXIII.: Angelo Giuseppe Roncalli
  • Papst Pius XII.: Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli
  • Papst Pius XI.: Achille Ambrogio Damiano Ratti
  • Papst Benedikt XV.: Giacomo della Chiesa
  • Papst Pius X.: Giuseppe Melchiorre Sarto

Der neue Papst trägt den Namen Leo

Robert Francis Prevost ist am 8. Mai zum 267. Papst gewählt worden. Der 69-jährige Erzbischof aus Chicago hat sich für den Papstnamen Leo XIV. entschieden. Er wird als erster US-Amerikaner die 1,4 Milliarden Mitglieder der Weltkirche leiten. Der neue Papst muss nicht begründen, warum er sich genau diesen Namen ausgesucht hat. Das darf sein Geheimnis bleiben.

Auf unserer Themenseite gibt es übrigens alle Infos, Neuigkeiten und Hintergründe zum Tod von Papst Franziskus und zur Wahl des neuen Papstes.