Papst Benedikt Missbrauch
: Papst Benedikt XVI schwer belastet: Das wird Ratzinger aktuell vorgeworfen

Der emeritierte Papst Benedikt XVI wird in Missbrauchsgutachten des Erzbistums München schwer belastet. Was ist dran an den Missbrauchsvorwürfen? Alle Infos hier.
Von
Annabelle Köchling
München
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Dem ehemaligen Papst Benedikt XVI wird Kenntnis von Missbrauchsfällen vorgeworfen.

Sven Hoppe/dpa

In einem neuen Missbrauchsgutachten des Erzbistums München wird der emeritierte Papst Benedikt XVI, alias Joseph Ratzinger, vorgeworfen: Er habe in seiner Zeit als Münchner Erzbischof in vier Fällen nichts gegen Missbrauchsfälle getan, in denen Kleriker beschuldigt worden waren. Zwei der beschuldigten Priester seien in der Seelsorge tätig geblieben, kirchenrechtlich sei nichts unternommen worden.

Benedikt XVI. Stellungnahme nicht glaubwürdig

In einer Stellungnahme bestritt Benedikt demnach seine Verantwortung „strikt“, die Gutachter halten dies aber nicht für glaubwürdig, wie Rechtsanwalt Martin Pusch sagte.

Bei der Erstellung des Gutachtens habe Ratzinger zunächst eine „anfängliche Abwehrhaltung„ gezeigt. Diese habe er aber später aufgegeben und ausführlich schriftlich Stellung genommen.