Papst Franziskus: Der Papst aus Argentinien im Porträt

Papst Franziskus: Wie kam er zu seinem Namen? Wann wurde er geboren? Hier gibt es alle Infos über den verstorbenen Papst im Porträt.
Alessandra Tarantino/AP/dpa- Papst Franziskus starb am Ostermontag im Alter von 88 Jahren an einer Lungenentzündung.
- Geboren als Jorge Mario Bergoglio am 17.12.1936 in Buenos Aires, Argentinien.
- Er war seit 2013 Papst und setzte sich für soziale Gerechtigkeit und die Armen ein.
- Franziskus war bekannt für seine Bescheidenheit und den interreligiösen Dialog.
- Trotz seines Einsatzes für Randgruppen blieb er konservativ in Fragen wie Abtreibung und Zölibat.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Papst Franziskus ist tot. Er starb am Morgen des Ostermontag im Alter von 88 Jahren an den Folgen einer schweren Lungenentzündung, wie der Vatikan bestätigte. Noch am Ostersonntag hatte sich der Papst der Öffentlichkeit auf dem Petersplatz gezeigt und den Segen erteilt.
In diesem Porträt gibt es alle Info zum aktuellen Papst:
Alter, Name, Vermögen - Papst Franziskus im Steckbrief
Die wichtigsten Fakten über Papst Franziskus auf einen Blick:
- Name: Jorge Mario Bergoglio
- Geburtstag: 17.12.1936
- Geburtsort: Buenos Aires, Argentinien
- Todestag: 21.4.2025
- Beruf: Papst und Bischof von Rom
- Vater: José Mario Francisco Bergoglio (Buchhalter)
- Mutter: Regina Maria Sivori
- Geschwister: vier jüngere (Óscar, Marta, Alberto und María)
- Werdegang: Seit 1969 Priester, 1992 Bischof in Buenos Aires, 2001 Kardinal, 2013 Papst
Papst Franziskus Vermögen: Geld in der katholischen Kirche
Wie viel Geld hat Papst Franziskus? Das fragen sich viele Leute zurecht - denn die Finanzen der katholischen Kirche sorgen immer wieder für brisante Nachrichten und Skandale. Was Päpste betrifft, gilt eigentlich folgendes: Sie bekommen kein Gehalt, sie „arbeiten“ für Gott, das allein reicht als Lohn aus. Natürlich lebt der Papst aber dadurch nicht in Armut. Das Geld, das er zum Leben braucht, kommt aus dem Vatikan. Alles Notwendige wird aus dieser Kasse für Papst Franziskus bezahlt.
Bevor er am 13. Mai 2013 Papst wurde, hatte Franziskus natürlich Besitz. Kardinäle erhalten nach Angaben von gehalt.de einen monatlichen Lohn von 11.500 Euro - eine stattliche Summe. Davor war er Bischof, wofür er auch keinen Hungerlohn bekam. Papst Franziskus darf jetzt zwar kein Vermögen mehr anhäufen, darf aber das, was er vor Amtsantritt hatte, behalten. Ob er das getan hat oder er sein Vermögen gespendet hat, ist nicht bekannt. Sicher ist lediglich, dass Franziskus als Papst wert darauf legt, möglichst schlicht und bescheiden zu leben. Er predigt von Verzicht und versucht dies als Vorbild vorzuleben.
Papst Franziskus: Herkunft und Name
Papst Franziskus ist geboren als Jorge Mario Bergoglio in Buenos Aires als Sohn einer Familie, die ursprünglich aus Italien stammte. Entsprechend spricht er sowohl Spanisch als auch Italienisch fließend. Er beherrscht aber auch andere Sprachen, darunter Deutsch, Englisch und Französisch.
Bergoglio gehört dem Orden der Jesuiten an. Er ist nach eigenen Angaben der Überzeugung, dass die katholische Kirche solidarisch mit den Armen sein sollte. Als er Papst wurde, wurde diese Philosophie insbesondere hervorgehoben.
Den Namen „Franziskus“ wählte Bergoglio nach eigenen Angaben für Franz von Assisi. Dieser Heilige in der katholischen Kirche hat den Orden der Franziskaner gegründet. Franz von Assis steht für Franziskus für die Kirche der Armen.
Vorgänger von Papst Franziskus: Papst Benedikt XVI
Papst Franziskus kam zu seinem Amt, nachdem sein kürzlich verstorbener Vorgänger, Papst Benedikt XVI bekannt gab, dass er zurücktreten wollte. Diese Entscheidung war höchst ungewöhnlich, da der Pontifex normalerweise bis zu seinem Tod dieses Amt ausübt. Das letzte mal war vor hunderten Jahren ein Papst zurückgetreten.
Nach dem Rücktritt von Benedikt am 28. Februar 2013 begann die Konklave am 12. März. Die Konklave bestand aus 115 Kardinälen, die gemeinsam den neuen Papst bestimmten. Papst Franziskus wurde im fünften Wahlgang gewählt. Er ist der 266. Papst. Er ist der erste nicht in Europa geborene Papst seit dem 8. Jahrhundert.
Papst Franziskus: Seine Werte und Positionen
Bei seiner Wahl galt Papst Franziskus als progressiver Pontifex, der nach der konservativen Haltung von Papst Benedikt XVI ein Reformer sein würde. Er gilt als bescheiden und medienscheu, aber auch als eine Person, die für soziale Gerechtigkeit kämpft. Eine seiner ersten Fernreisen war zu der italienischen Insel Lampedusa, wo tausende Flüchtlinge gehalten werden. Zudem steht er für den interreligiösen Dialog und hat zahlreiche Vertreter anderer Religionen getroffen.
In Sachen Frauen in der Kirche, Sexualität und Schwangerschaftsabbruch ist Papst Franziskus weiterhin sehr konservativ. 2018 verglich er Abtreibung mit einem Auftragsmord. Allerdings fordert er von der katholischen Kirche, Mitglieder der LGBT-Gemeinschaft (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle) nicht auszugrenzen.
Der Papst und seine Krankheit
Papst Franziskus - inzwischen zweitältester Papst der Geschichte - hat schon seit der Zeit vor Weihnachten 2024 Probleme mit den Atemwegen. In der Klinik stellten die Ärzte eine Lungenentzündung fest, die beide Lungenflügel erfasst hat. Die Infektion hat demnach verschiedene Erreger. Die Ärzte nennen das Krankheitsbild „komplex“. In einem so hohen Alter gilt eine Lungenentzündung als sehr gefährlich. Am Ostermontag erlag Papst Franziskus schließlich den Folgen der schweren Erkrankung.
Papst Franziskus und sein Vermächtnis
Während Benedikt der „Professor Papst“ war, war Franziskus als Kirchoberhaupt deutlich nahbarer. Er geißelte in seinen Schriften maßlosen Konsum, immer wieder machte er auf das Leid von Flüchtlingen aufmerksam. Seine erste Auslandsreise führte ihn auf die italienische Insel Lampedusa, wo er sich mit Flüchtlingen traf und die Gleichgültigkeit der Welt gegenüber dem Schicksal von Migranten anprangerte. Weihnachten besuchte er zum Heiligen Jahr ein Gefängnis. In seiner in seinem Namen am Ostersonntag verlesenen letzten Osteransprache forderte er Abrüstung.
Das Eintreten für Randgruppen machte den Papst nahbarer als sein Vorgänger war. Aber in Fragen nach dem Zölibat oder der Weihe von Frauen zu Priesterinnen vertrat Franziskus dieselbe konservative Linie wie Benedikt XVI. oder Johannes Paul II..
Bei der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs brauchte Franziskus lange, um einen klaren Kurs zu finden. Erst im vergangenen Jahr formulierte er zunächst bei einem Besuch Belgiens und schließlich in einem Bußakt vor der Weltsynode unmissverständlich und deutlich.
Die Weltsynode dürfte wohl das größte Vermächtnis dieses Papstes sein. Nicht wegen der greifbaren Ergebnisse - Franziskus verzichtete auf konkrete Schlüsse aus den Beratungen. Das wirklich Neue war die Breite des Austauschs.
