Oldenburg: Unbekannte werfen Brandsatz auf Synagoge

Die Polizei fahndet mit einem Großaufgebot nach den Tätern.
Klaus-Dietmar Gabbert/dpaAuf die Synagoge in Oldenburg ist am Freitag ein Brandanschlag verübt worden.
Brandsatz auf Synagoge geworfen
Nach Angaben der Polizei haben Unbekannte in den Mittagsstunden einen Brandsatz auf eine Tür der Synagoge in der Leo–Trepp–Straße geworfen. Das Feuer sei nach Angaben von epd schnell gelöscht worden, sodass kein weiterer Gebäudeschaden entstanden sei. Lediglich die Tür sei beschädigt. Die Feuerwehr musste nicht eingreifen. Der evangelische Bischof Thomas Adomeit, Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) und Polizeipräsident Andreas Sagehorn verurteilten den Angriff scharf.
Polizei fahndet nach den Tätern
Die Polizei fahnde derzeit mit einem Großaufgebot nach dem Täter oder der Täterin, hieß es. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen. Da die Hintergründe der Tat bisher unklar seien, werde in alle Richtungen ermittelt.
Entsetzen über die Tat
Der Bischof der Evangelisch–Lutherischen Kirche in Oldenburg und Ratsvorsitzende der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Thomas Adomeit, zeigte sich „entsetzt über diese feige Tat“. „Dieser niederträchtige und menschenverachtende Anschlag zeigt leider erneut, dass wir das Übel des Antisemitismus in unserer Gesellschaft nicht überwunden haben.“ Im Gedanken sei er bei den jüdischen Geschwistern. „Wir stehen fest an ihrer Seite. Dass unsere jüdischen Schwestern und Brüder Sorge um ihr eigenes Leben haben müssen, ist nicht hinnehmbar.“
Oberbürgermeister Krogmann sagte: „Angriffe auf Synagogen sind Angriffe auf uns alle. Wir werden nicht hinnehmen, dass in unserer Stadt eine jüdische Einrichtung zum Ziel eines Anschlagversuchs geworden ist.“ Er betonte seine uneingeschränkte Solidarität mit der jüdischen Gemeinde zu Oldenburg. Er werde mit aller Kraft Antisemitismus und Rassismus entgegentreten. Auch Polizeipräsident Sagehorn sprach von einer „feigen Tat“ auf die jüdische Gebetsstätte. Die Sicherheitsmaßnahmen an der Synagoge würden unmittelbar erhöht.