Oktoberfest 2024
: Wiesn-Aufbau hat begonnen - Wie teuer wird die Maß?

Kein Vierteljahr mehr, dann heißt es in München wieder „Ozapft is“. Die Vorbereitungen zum Oktoberfest laufen längst auf Hochtouren - seit Montag sieht man das auch auf dem Festgelände.
Von
Leonie Maschke
München
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Aufbau Oktoberfest: 01.07.2024, Bayern, München: Diverse Bauteile für die großen Bierzelte werden zum Aufbaustart für das Oktoberfest auf der Theresienwiese angeliefert. Im Hintergrund steht die St. Paul-Kirche. Das 189. Oktoberfest findet vom 21. September bis 6. Oktober 2024 auf der Münchner Theresienwiese statt. Foto: Peter Kneffel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Aufbau zur Wiesn 2024 hat begonnen. Das 189. Oktoberfest findet vom 21. September bis 6. Oktober 2024 auf der Münchner Theresienwiese statt.

Peter Kneffel/dpa

Baumaschinen rollen, Lastwagen karren Container an: Gut zweieinhalb Monate vor dem Start des Münchner Oktoberfestes haben am Montag die Aufbauarbeiten begonnen. Das Festgelände wird zur Baustelle, das Betreten ist aus Sicherheitsgründen verboten. Vom 21. September bis zum 6. Oktober wird das Oktoberfest gefeiert, das weiter als größtes Volksfest der Welt gilt. 

Die Aufbauarbeiten haben dieses Jahr früher als sonst begonnen - zur Zufriedenheit der Wirte, die damit gut eine Woche mehr Zeit haben. Sie hatten moniert, dass die Zeit nicht mehr genüge, dass sich die Arbeiten immer komplexer gestalteten. 

Bei der Rekrutierung des Personals gehe es gut voran, teilten die Wirte-Sprecher Peter Inselkammer und Christian Schottenhamel am Montag auf Anfrage mit. Die Lage sei gut, bei den Bedienungen gebe es mehr als genügend Bewerbungen, auch bei den Hilfskräften seien keine Engpässe in Sicht. „Einzig Köche sind Mangelware.“

Was kostet die Maß? Bierpreis noch nicht bekannt

Noch immer ist unklar, was das Bier kosten wird - eine der zentralen Fragen für die Münchner. Mitte der Woche will die Stadt München die Preise bekanntgeben. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass der Preis für die Maß wohl zumindest in einzelnen Zelten die Marke von 15 Euro knacken wird. Der höchste Preis lag schon im Vorjahr bei 14,90 Euro. In vielen Zelten kostete die Maß 14,50 Euro, im Schnitt lag der Preis bei 14,18 Euro.

Das Prozedere beim Bierpreis: Wirte und Brauereien reichen ihre geplanten Getränkepreise - auch für Limo und Mineralwasser - ein. Die Stadt prüft lediglich, ob die Vorstellungen angemessen sind. Auch Mineralwasser kostete 2023 vielfach über zehn Euro. Erstmals gab es 2023 kostenlos Trinkwasser an extra installierten Brunnen. Zehn Stück sollen es dieses Jahr sein, doppelt so viele wie vergangenes Jahr.

Kein Cannabis und kein „L’Amour toujours“

Wem die Maß für knapp 15 Euro also nicht zu teuer ist, kann auf der Wiesen nach Lust und Laune dem Biergenuss frönen - ein kleiner Joint dazu ist aber tabu: Das Kiffen ist auf der Wiesn offiziell verboten. Bayern konnte die bundesweite Teil-Legalisierung von Cannabis zum 1. April trotz langem und erbittertem Widerstandes nicht verhindern können, doch erwirkte der Freistatt ein Kiff-Verbot auf allen Volksfesten.

Der Cannabis-Konsum ist in diesem Jahr aber nicht das einzige Verbot. Nachdem das Party-Lied "L’Amour toujours" in den vergangenen Monaten auf mehreren Veranstaltungen für rassistische Parolen missbraucht worden ist, darf es auf den Oktober fest in den Zelten nicht gespielt werden. Das Volksfest in München sei ein "familienfreundlich, international und weltoffen", sagte Wiesn-Chef  Clemens Baumgärtner im Mai gegenüber dem Bayrischen Rundfunk. Dieses Image wolle man durch das zweckentfremdete Lied nicht gefährden.

Mit Agenturen.