Özdemir zum Anschlag in Berlin
: „Wir sind verpflichtet, darauf nicht nur mit Beileid zu reagieren“

Der Ministerpräsident und sein Vize melden sich zu dem Anschlag auf den CSD in Berlin zu Wort. Cem Özdemir ist erschüttert, Manuel Hagel will alles für den Schutz vor islamistischen Angriffen tun.
Von
Sascha Maier
Stuttgart
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Landespressekonferenz Stuttgart - Özdemir: 14.07.2026, Baden-Württemberg, Stuttgart: Ministerpräsident Cem Özdemir (Bündnis 90/Grüne) spricht bei der Landespressekonferenz. Foto: Jennifer Kramer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ministerpräsident Cem Özdemir: „Keine Freiheit den Feinden der Freiheit.“ Foto: Jennifer Kramer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Jennifer Kramer/dpa
  • Anschlag auf den CSD in Berlin: Ein Van fuhr nahe Potsdamer Platz in die Menge.
  • 16 Menschen wurden verletzt, eine Frau starb. Ermittler prüfen einen islamistischen Hintergrund.
  • Cem Özdemir verurteilt die Tat und fordert robuste Sicherheit im öffentlichen Raum.
  • Er betont Zusammenhalt – „Keine Freiheit den Feinden der Freiheit“ und „Wir stehen zusammen“.
  • Sozialminister Timo Hildenbrand nennt den Angriff einen Schlag gegen queeres Leben und Demokratie.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Terroranschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin erschüttert die Bundesrepublik. Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) und sein Vize Manuel Hagel (CDU) verurteilen den Angriff. Özdemir beschwört den Zusammenhalt. Er fordert die Bürgerinnen und Bürger auf, gegen die Bedrohungen zu kämpfen.

„Der islamistische Terroranschlag auf den CSD in Berlin ist entsetzlich. Mein Mitgefühl gilt den Opfern und Angehörigen“, sagte er am Sonntag. Aber auch: „Wir sind verpflichtet, darauf nicht nur mit Beileid zu reagieren. Denn der Staat muss Sicherheit im öffentlichen Raum gewährleisten, auch mit robusten Mitteln.“

Der CSD sei ein „Fest der Lebensfreude und der Solidarität“. Immer wieder versuchten Islamisten, den Stolz von LGBTTIQ+ mit Terror zu brechen. „Diesen Angriffen stellen wir uns entschieden in den Weg.“ Für Özdemir gelte: „Keine Freiheit den Feinden der Freiheit.“

Özdemir: „Wir stehen zusammen, jetzt erst recht“

Das Land gehöre den Bürgerinnen und Bürgern „in Parks, auf Bahnhöfen, auf Festivals, auf jeder Straße, an jedem Ort, jederzeit“. Terroristen wollten „uns mit Angst überfluten und diese Räume nehmen“. Es werde Ihnen nicht gelingen. „Wir stehen zusammen, jetzt erst recht.“

Innenminister Manuel Hagel (CDU) teilte in sozialen Medien mit: „Der Islamismus als menschenverachtende extremistische Ideologie ist unser Gegner. Baden-Württemberg wird alles daran setzen, die Menschen mit der vollen Härte des Rechtsstaats und seiner Sicherheitsbehörden zu schützen.“ Die Hintergründe müssten jetzt sauber aufgeklärt werden.

Auch Sozialminister Oliver Hildenbrand (ebenfalls Grüne) meldete sich nach den Ereignissen zu Wort. „Der abscheuliche Angriff auf den Christopher Street Day ist ein Angriff auf Queeres Leben, unsere offene Gesellschaft und unsere vielfältige Demokratie.“ Seine Gedanken seien bei allen, die von der grausamen Tat betroffen sind.

Ermittler gehen von islamistischem Hintergrund aus

Am Samstag war laut Polizei ein weißer Van in der Nähe des Potsdamer Platzes in Berlin unweit der CSD-Veranstaltung gegen 22 Uhr in eine Menschenmenge gerast. 16 Menschen wurden verletzt, eine Frau starb. Die Ermittler gehen von einem islamistischen Hintergrund aus und fahnden nach dem 21 Jahre alten Abdul B.

Zeitgleich fand auch der CSD in Stuttgart statt. Die Veranstalter haben an diesem Sonntag zu einem Treffen des gemeinsamen Innehaltens auf dem Marktplatz in Stuttgart ob der Ereignisse in Berlin eingeladen.