Oberleitungsstörung
: Strecke am Münchener Hbf wieder frei – Züge fahren regulär

Viele Fernzüge konnten nicht in den Münchener Hauptbahnhof fahren, genau wie einige Regionalzüge und S-Bahnen. Inzwischen wurde die Oberleitung repariert. Die Ursache der Störung ist wahrscheinlich schon gefunden.
Von
Daniel Wydra mit dpa
München
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Die Oberleitungsstörung am Münchener Hauptbahnhof ist behoben.

Elke Richter/dpa

Stillstehende Züge, gestrandete Reisende und verzweifelte Pendler: Eine bei Bauarbeiten in München beschädigte Oberleitung hat den Fern- und Nahverkehr der Deutschen Bahn am Donnerstag schwer beeinträchtigt. In der Nacht auf Freitag meldete die Bahn dann, dass die Reparaturarbeiten an der Oberleitung abgeschlossen seien. Sowohl Fernzüge als auch S-Bahnen fahren demnach nun wieder regulär.

Bagger soll Oberleitung beschädigt haben

Ersten Erkenntnissen zufolge hatte ein Bagger bei Bauarbeiten für die zweite S-Bahn-Stammstrecke im Bereich München-Laim ein komplettes Quertragwerk, das die Oberleitungen über alle Gleise der Strecke spannt, beschädigt. Dadurch war die wichtige Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und München-Pasing stillgelegt. Der Fern- und Regionalverkehr sowie der Verkehr auf der S-Bahn-Stammstrecke der Landeshauptstadt wurde mit wenigen Ausnahmen komplett eingestellt. Der Münchner Hauptbahnhof konnte nicht angefahren werden.

Auch die meisten Regionalzüge können wegen der Oberleitungsstörung nicht in den Münchener Hauptbahnhof einfahren. Die Deutsche Bahn informierte online, dass Züge „vorzeitig an geeigneten Stellen“ wendeten. Eine Ausnahme bildeten die Diesel-Züge der BRB ins bayerische Oberland, die laut elektronischem Fahrplan normal fuhren. Auch die S7, die erst hinter Laim auf die Stammstrecke - die zentrale Strecke aller S-Bahn-Linien durch die Münchner Innenstadt - einfädelt, fuhr bald weiter.

Reisende, die ihre Zugfahrt wegen der Oberleitungsstörung verschieben mussten, können ihre Fahrkarte trotzdem noch nutzen. Sie können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen, wie die Bahn mitteilte. „Die Zugbindung ist aufgehoben. Das Ticket gilt dabei für die Fahrt zum ursprünglichen Zielort, auch mit einer geänderten Streckenführung. Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werden.“

Arbeiter reparieren am Bahnhof Laim eine abgerissene Oberleitung.

Lennart Preiss/dpa

Gedränge in der Bahnhofshalle und Streit am Taxistand

Im Hauptbahnhof standen an fast allen Gleisen Züge auf unbestimmte Dauer still. In der Bahnhofshalle drängten sich die Fahrgäste. Vor dem Reisezentrum bildete sich binnen kürzester Zeit eine lange Schlange, Mitarbeiter der Bahn waren von Menschentrauben umringt. Wer konnte, versuchte sein Ziel mit anderen Verkehrsmitteln zu erreichen. Großer Andrang herrschte etwa an den Trambahnhaltestellen rund um den Hauptbahnhof, um freie Taxen kam es zu Streit zwischen den Wartenden.