Novo Nordisk: Ozempic-Hersteller kündigt Streichung von 9000 Stellen an

Novo Nordisk streicht 9000 Stellen.
MADS CLAUS RASMUSSEN/AFP- Novo Nordisk streicht weltweit 9.000 Stellen – 11 % der Belegschaft betroffen.
- Mehr als die Hälfte der Jobs fallen in Dänemark weg – Ziel: 1 Mrd. Euro Einsparung bis 2026.
- Aktienkurs seit Mitte 2024 mehr als halbiert – Konkurrenz durch Eli Lilly und Nachahmerprodukte.
- Konzern rechnet nur noch mit einer Gewinnmarge von 4–10 % – Prognose erneut gesenkt.
- CEO Lars Fruergaard Jörgensen muss gehen – neuer Fokus auf Effizienz und Priorisierung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk, Hersteller der Abnehmspritzen Ozempic und Wegovy, hat die Streichung von 9000 Stellen weltweit angekündigt. Da entspricht elf Prozent der Beschäftigten.
Novo Nordisk will so jährlich eine Milliarde Euro einsparen
Mehr als die Hälfte der Jobs sollen in Dänemark wegfallen, teilte das Unternehmen mit. So sollen bis Ende 2026 jährlich rund acht Milliarden Kronen (1,07 Milliarden Euro) eingespart werden. Zum dritten Mal in diesem Jahr senkte Novo Nordisk zudem seine Prognose für das laufende Jahr.
Novo Nordisk zählte zu den wertvollsten Unternehmen Europas
Mit seinen Abnehmspritzen war Novo Nordisk zeitweise das wertvollste Unternehmen Europas. Zwischen 2020 und 2024 wuchs die Belegschaft stark an – von 43.700 auf 78.400 Beschäftigte. Doch seit Mitte 2024 hat sich der Aktienkurs mehr als halbiert. Grund dafür ist unter anderem die Konkurrenz: Der US-Pharmakonzern Eli Lilly steht kurz vor der Einführung einer Abnehmpille, die günstiger und einfacher einzunehmen ist als Injektionen. Zudem bieten Apotheken in den USA bereits preiswertere Nachahmerpräparate an.
Was sind die Gründe für den Stellenabbau?
„Unsere Märkte entwickeln sich weiter“, daher müsse sich auch das Unternehmen weiter entwickeln, erklärte der neue Chef Mike Doustdar. Das bedeute, eine „leistungsorientiertere Kultur einzuführen, unsere Ressourcen immer effizienter einzusetzen und die Investitionen dort zu priorisieren, wo sie die größte Wirkung haben“.
Auch Chef Lars Fruergaard Jörgensen muss gehen
Novo Nordisk rechnet aktuell nur noch mit einer Gewinnmarge von vier bis zehn Prozent. In seiner letzten Prognose Ende Juli war er noch von einer Marge von zehn bis 16 Prozent ausgegangen. Die Marge gibt an, wie viel Prozent vom Umsatz als Gewinn bleiben. Das Unternehmen hatte Mitte Mai angekündigt, sich von seinem langjährigen Chef Lars Fruergaard Jörgensen zu trennen.
