Norwegische Königsfamilie: Medien: Gericht will Høiby aus U-Haft freilassen

Der Norweger Marius Borg Høiby auf dem Weg zu einem Treffen mit seinem Anwalt in Oslo, am 19. Januar 2026.
Heiko Junge/NTB Scanpix/AP/dpa- Gericht in Oslo will U-Haft von Marius Borg Høiby nicht verlängern.
- Die Anklage legte sofort Berufung ein – mit Antrag auf aufschiebende Wirkung.
- Unklar ist, ob und wann Høiby aus der U-Haft entlassen wird.
- Er trägt seit dem Sommer eine Fußfessel und sitzt zu Hause auf Gut Skaugum.
- Verurteilt zu vier Jahren wegen zahlreicher Straftaten; Berufung läuft, Prozess im Februar.
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Ein Gericht in Oslo hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge entschieden, die Untersuchungshaft von (29) nicht zu verlängern. Diese sitzt der älteste Sohn der norwegischen Königin Mette-Marit seit dem Sommer mit elektronischer Fußfessel zu Hause bei seiner Mutter und seinem Stiefvater, König Haakon VIII., auf Gut Skaugum ab. Die Anklage legte gegen die Entscheidung des Gerichts nach Angaben des norwegischen Fernsehens jedoch umgehend Berufung ein und bat um aufschiebende Wirkung. Ob und wann Høiby tatsächlich aus der U-Haft entlassen wird, war deshalb zunächst unklar.
Bei der Verhandlung hinter verschlossenen Türen hatten am Montag zwei Zeugen dazu ausgesagt, wie es Høiby mit der Untersuchungshaft geht. Dessen Verteidiger hatte zuvor dem Sender TV2 gesagt, Høibys Situation sei „unerträglich“ für ihn.
Der 29-Jährige sitzt seit Februar in U-Haft, bislang wurde diese regelmäßig um jeweils vier Wochen verlängert. Der Norweger war im Sommer wegen zahlreicher Straftaten, darunter zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht, zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Er hat das Urteil angefochten, ein Berufungsprozess soll im kommenden Februar starten. Neu aufgerollt werden dabei die Vorwürfe der Vergewaltigungen sowie der häuslichen Gewalt gegen eine Ex-Freundin.