NRW: Wann droht der nächste Streik im ÖPNV?

Eine mit Streik-Plakaten beklebte Straßenbahn der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) steht vor dem Bahndepot. Bislang (Stand 24. März 2025) wurde im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst noch keine Einigung gefunden. Solange sind weitere Streiks noch nicht abgewendet. Aktuell gilt jedoch eine Pause für Warnstreiks. Wann drohen die nächsten Ausfälle?
Oliver Berg/dpa- Tarifstreits im ÖPNV NRW: Nächste Streiks drohen bei Scheitern der Schlichtung.
- Letzte Verhandlungsrunde am 17. März gescheitert, Pause bis Schlichtungsergebnis.
- Verdi fordert 8% mehr Lohn, mindestens 350 Euro, und höhere Zuschläge.
- Weitere Streiks möglich ab 5. April, falls keine Einigung erzielt.
- Betroffene: ÖPNV, Müllabfuhr, Pflege, Bibliotheken.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ende Februar und Anfang März 2025 kam es in Nordrhein-Westfalen abermals zu Warnstreiks in der aktuellen Tarifrunde im öffentlichen Dienst. Neben Köln waren unter anderem auch Düsseldorf und weitere Großstädte betroffen. Nachdem die Verhandlungen am 17. März für gescheitert erklärt wurden, begann eine Schlichtung. Sollte diese scheitern, drohen in NRW weitere Streiks - anderem auch im öffentlichen Personennahverkehr. Wann könnten diese stattfinden? Der aktuelle Stand laut Verdi und der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am 24.03.2025 im Überblick.
NRW: Wann findet der nächste Streik im Nahverkehr statt?
Im Februar und März hatten landesweit in vielen Regionen Busse und Straßenbahnen still gestanden. Hunderttausende Menschen waren betroffen. Verdi wollte mit den Aktionen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Wann genau der nächste Streik stattfindet, lässt sich aktuell nicht genau vorhersagen. Während der Schlichtung sind allerdings keine weiteren Streiks erlaubt. Fahrgäste können demnach bis zur nächsten Verhandlungsrunde, die voraussichtlich am 5. April stattfinden soll, aufatmen. Falls bis zu diesem Tag jedoch keine Einigung gefunden werden kann, muss anschließend mit weiteren Streiks in Nordrhein-Westfalen gerechnet werden.
Die Forderungen von Verdi im Überblick
Von den aktuellen Forderungen sind nicht nur Beschäftige im ÖPNV erfasst, sondern auch Arbeitnehmer bei der Müllabfuhr, in der Pflege bis hin zu Angestellten in Bibliotheken. Verdi fordert in der Tarifrunde 2025 für die mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen ein Volumen von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr monatlich für Entgelterhöhungen und höhere Zuschläge für besonders belastende Tätigkeiten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden. Außerdem fordert Verdi drei zusätzliche freie Tage, um der hohen Verdichtung der Arbeit etwas entgegenzusetzen. Das Tarifergebnis soll zeit- und wirkungsgleich auf Beamt:innen, Richter:innen, Soldat:innen sowie auf Versorgungsempfänger:innen übertragen werden.
Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände VKA und das Bundesinnenministerium erklärten dies für nicht finanzierbar. In der VKA sind fast 10.000 kommunale Arbeitgeber organisiert. Einige Städte und Gemeinden sind in Finanznot, während es anderen besser geht. Nach dem letzten Verhandlungsstand erwartete VKA-Präsidentin Karin Welge Kosten von 15 Milliarden Euro verteilt auf zwei Jahre.
