New York: Die Helden der Terroranschläge des 11. September 2001

Betty Ong und Todd Beamer zeigten am 11. September 2001 außergewöhnlichen Mut und gelten bis heute als Helden der Terroranschläge in den USA.
Wang Ying/Xinhua/dpaAls am 11. September 2001 zwei Flugzeuge in die Twin Tower in New York City und ein weiteres ins Pentagon in Washington DC stürzten, ist die Welt eine andere. Betty Ong und Todd Beamer waren Passagiere der gekaperten Maschinen und gelten als zwei von vielen Helden, die beim Terrorangriff in den USA ums Leben kamen.
Was ist passiert?
Betty Ong ist 45 Jahre alt und Flugbegleiterin auf einem American-Airlines-Flug nach Los Angeles. Sie ist eine von neun Crewmitgliedern und startet am 11.09.2001 vom Logan International Airport in Boston. 20 Minuten nach Abflug der Maschine kommt es im vorderen Teil des Flugzeugs zu einem Durcheinander, bei dem mehrere Passagiere und Crewmitglieder verletzt werden. Betty realisiert schnell, was passiert und verschanzt sich in der Bordküche im hinteren Teil des Flugzeugs. Von dort alarmiert sie die Behörden und teil ihnen mit, dass das Flugzeug entführt wurde. Die Federal Aviation Administration (FAA) reagiert und bereitet zwei Air Force-Kampfjets vor, die die gewaltsame Übernahme des Passagierflugs stoppen sollen. Die Hilfe kommt jedoch zu spät, denn keine zehn Minuten später, um 8:46 Uhr, wird das Flugzeug in den Nordturm des World Trade Centers navigiert und stürzt ab.
Betty Ong gilt als Heldin, da sie die erste ist, die die Behörden über den Terroranschlag in Kenntnis setzt.
Seid ihr bereit, Jungs?
Todd Beamer ist Passagier des United-Airline-Flugs-93 auf dem Weg nach San Francisco. Der 32-Jährige hört von den hinteren Sitzen von der Katastrophe, die sich soeben in New York ereignet hat. Bevor er realisiert, was genau passiert, wird auch das Flugzeug, in dem er sich mit 43 anderen Menschen befindet, entführt. Mehrere Personen verschaffen sich um 9:28 Uhr gewaltsam Zugang zum Cockpit und ein weiterer Passagier verkündet, eine Bombe um seinen Gürtel zu tragen. Chaos bricht aus und Todd Beamer weiß, dass er handeln muss. Der Familienvater und weitere Menschen des Flugs 93 tüfteln einen Plan aus und versuchen die gewaltsame Übernahme des Passagierflugs zu stoppen. Die Worte, die Beamer dabei sagt – „Seid ihr bereit, Jungs? Okay, let's roll!“ - sind bis heute ein Symbol für seinen Mut.
Anschließend kommt es zu einem Kampf, der mit dem Absturz der Maschine auf einem Feld in Pennsylvania endet und damit wahrscheinlich eine viel größere Katastrophe verhindert. Alle Insassen der Boieng 757 kommen ums Leben.
Wer sind die Attentäter?
Die Täter der Anschläge vom 11. September 2001 waren radikale Islamisten der Terrorgruppe al-Quaida. Insgesamt waren 19 Entführer beteiligt, darunter 14 aus Saudi-Arabien stammende, sowie weitere aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und dem Libanon. Drei der Haupttäter, darunter Mohammed Atta, hatten in Hamburg studiert und gehörte zur sogenannten Hamburger Zelle. Die Terroristen reisten legal in die USA ein und bereiteten sich auf die Anschläge vor, ohne Verdacht zu erregen. Ihr Motiv war unter anderem der Hass auf den Westen, den sie als Unterdrücker des Islam betrachteten.
Was ereignete sich in den letzten Minuten an Board der entführten Flugzeuge? Wie reagierte die restliche Welt auf diese Ereignisse?
Mehr dazu in Folge 166: „9/11: Tief verwundet“ des Podcasts „Mordlust“.
True Crime: Mordlust – Der Podcast
Der True-Crime-Podcast „Mordlust – Verbrechen und ihre Hintergründe“ wird von den Journalistinnen Paulina Krasa und Laura Wohlers moderiert. Wöchentlich erzählen sie ihren ZuhörerInnen einen wahren Kriminalfall aus Deutschland. Dabei ordnen sie das Geschehen ein und diskutieren die juristischen, psychologischen und gesellschaftlichen Aspekte. Die beiden suchen nach Erklärungen und sprechen auch mit ExpertInnen über die Taten.