Neues Enthüllungsbuch über Mette-Marits Sohn: Marius Borg Høiby wehrt sich gegen Kokain-Vorwürfe

Das Buch "Hvite striper, sorte får" wirft ein neues Licht auf die Skandale rund um Marius Borg Høiby.
Collage: aschehoug.no, dpa/NTB | Lise AserudEin neues Buch über Marius Borg Høiby, den 28-jährigen Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen, sorgt derzeit in Norwegen für Diskussionen. In „Hvite striper, sorte får“ („Weiße Linien, schwarze Schafe“) wird behauptet, Høiby habe in der Nähe des königlichen Schlosses Kokain verkauft. Diese Darstellung weist der Angeklagte entschieden zurück.
Marius Borg Høiby bestreitet Kokain-Verkauf
Høibys Anwälte Ellen Holager Andenæs und Petar Sekulic erklärten gegenüber der Nachrichtenagentur NTB, ihr Mandant räume zwar ein, Kokain konsumiert zu haben, die Anschuldigung des Drogenverkaufs sei jedoch falsch. Auch die Osloer Polizei bestätigte, dass der Sohn der Kronprinzessin zwar berauscht beobachtet worden sei, es aber keine Hinweise auf einen Drogenhandel gebe.
Die Sprecherin des norwegischen Königshauses, Guri Varpe, bezeichnete das Buch als Sammlung von „Unwahrheiten, undokumentierten Behauptungen und Andeutungen“, teilweise basierend auf anonymen Quellen. Ursprünglich sollte das Buch am Mittwoch erscheinen, wurde aber nach vorzeitigem Zugang für mehrere Medien sofort veröffentlicht.
Hintergrund: Ermittlungen und Therapie
Marius Borg Høiby ist seit 2024 in den Schlagzeilen: Er hatte damals zugegeben, unter Alkohol- und Kokaineinfluss gegenüber seiner Ex-Freundin gewalttätig geworden zu sein. Bereits kurz nach seiner Entlassung aus Untersuchungshaft im November 2024 begab er sich in eine Suchttherapie. Nun, kurz vor dem Gerichtsverfahren, hat er erneut eine Therapie begonnen.
Gegen ihn laufen polizeiliche Ermittlungen, die in einer Anklageschrift mit 32 Punkten gipfelten, darunter Vergewaltigung, Misshandlung in engen Beziehungen und Körperverletzung. Der Prozess soll am 3. Februar 2026 in Oslo beginnen und mehrere Wochen dauern. Høiby bestreitet vor allem die Sexualdelikte.
Rückzug aus der Öffentlichkeit und königliche Familie
Marius Borg Høiby, ältestes Kind von Kronprinzessin Mette-Marit aus einer früheren Beziehung, zieht sich seit Jahren zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück. Offiziell trägt er keinen Prinzentitel und ist kein formelles Mitglied der norwegischen Königsfamilie, bleibt jedoch eng mit seiner Mutter und deren Ehemann, Kronprinz Haakon, verbunden.
Die jüngsten Buchbehauptungen und die bevorstehende Gerichtsverhandlung werfen erneut ein Schlaglicht auf das Leben des Sohnes der Kronprinzessin und die Herausforderungen, mit denen die norwegische Königsfamilie konfrontiert ist.

