Neue Studie deckt auf
: Gab es Gewalt in katholischem Papst-Internat?

Das Traunsteiner Studienseminar St. Michael galt als katholische Kaderschmiede, als Papst-Internat. Eine neue Studie deckt aber auch Schattenseiten auf.
Von
dpa
Traunstein
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Ein Eingangsschild steht vor der Kirche auf dem Gelände vom Campus St-Michael und dem Studienseminar St. Michael in Traunstein.

Uwe Lein/dpa
  • Studie untersucht Gewaltvorwürfe am Studienseminar St. Michael in Traunstein.
  • Im Fokus stehen körperliche, spirituelle, psychische und sexualisierte Gewalt.
  • Zeitraum der Untersuchung: Jahre zwischen 1960 und 1990 – vorgestellt wird am Donnerstag.
  • Auslöser waren 2020 öffentlich gewordene Misshandlungsvorwürfe eines Ex-Bewohners.
  • Finanziert wurde die Studie von der Erzdiözese München und Freising, Betroffene wirkten mit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gab es Gewalt und Missbrauch in einer katholischen Kaderschmiede? Eine Studie befasst sich mit Vorwürfen körperlicher, spiritueller, psychischer und sexualisierter Gewalt am Studienseminar St. Michael in Traunstein. Die Untersuchung stellt das Frankfurter Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik am Donnerstag vor.

Das Studienseminar in Oberbayern hat seinen Ruf als katholische Kaderschmiede vor allem deshalb, weil auch Joseph Ratzinger, der spätere deutsche Papst Benedikt XVI., dort einst Seminarist war und dem Haus später sehr verbunden blieb. 

2020 wurden erstmals Misshandlungsvorwürfe eines ehemaligen Bewohners öffentlich, danach meldeten sich weitere mutmaßliche Betroffene. 18 Monate lang forschten die Wissenschaftler, sichteten Akten und führten Interviews mit Betroffenen. Ehemalige Seminaristen und Betroffene selbst hatten sich für die Studie eingesetzt, auch die aktuelle Schulleitung unterstützt das Projekt. In der Untersuchung geht es um die Jahre zwischen 1960 und 1990, die Studie wurde von der Erzdiözese München und Freising finanziert.