• Ab 2022 wird auch auf frucht- und Gemüsesäfte Pfand erhoben
  • So sieht es neues Gesetz des Umweltministeriums vor
  • Damit soll der Plastikmüll reduziert werden
Ab Juli 2022 gibt es eine Änderung für die Kunden von Lidl, Aldi und Co..Fruchtsäfte und Smoothies, aber auch teilweise alkoholische Getränke sollen teurer werden. Betroffen sind fast allerart Getränke-Flaschen und Dosen, berichtet RUHR24. Grund für die steigenden Preise ist das neue Verpackungsgesetz, welches strengere Regeln für Getränkeverpackungen veranlasst.

Ab 2022 zahlen Kunden flächendeckend Pfand auf:

  • Smoothies in Plastikflaschen oder Dosen
  • Gemüse-Shots
  • Fruchtsäfte in Plastikflaschen
  • Orangensäfte der Eigenmarken
Grund für den neuen Gesetzesbeschluss ist, dass alle Plastikflaschen und Dosen von Getränken künftig wiederverwendet werden sollen. Durch die Erweiterung der Pfandpflicht kommen die bisher nicht eingeschlossenen Verpackungen hinzu und sollen in das Pfandsystem mit einfließen. Dazu gehören besonders gekühlte Produkte.

Kein Einweg-Plastik mehr bei Aldi, Lidl und Edeka

Die nächste Änderung für Kunden steht auch schon an. Ab dem 3. Juli 2021 gilt in der gesamten Europäischen Union (EU) ein Verkaufsverbot für Einweg-Plastik. Davon sind folgende Einweg-Produkte betroffen:

Discounter und Supermärkte müssen Elektroschrott annehmen

Verbraucher können alte Elektrogeräte wie elektrische Zahnbürsten oder Handys künftig auch in Discountern und Supermärkten abgeben. Eine entsprechende Gesetzesänderung hat der Bundesrat am Freitag beschlossen. Voraussetzung ist, dass die Ladenfläche größer als 800 Quadratmeter ist und die Läden selbst mehrmals im Jahr Elektrogeräte verkaufen. Die neuen Regeln treten im Januar 2022 in Kraft.
Geschäfte müssen kleine Geräte wie den ausgedienten Taschenrechner oder eine Powerbank auch annehmen, wenn sie anderswo gekauft wurden. Größere Geräte wie alte Fernseher können jedoch nur abgegeben werden, wenn ein neues Gerät gekauft wird - etwa, wenn ein Supermarkt im Rahmen einer Aktion Fernseher anbietet. Auch Online-Händler müssen den Elektroschrott kostenlos und unkompliziert zurücknehmen und recyceln.
Hintergrund ist, dass in Deutschland bisher weniger alte Elektrogeräte eingesammelt werden als eigentlich von der EU vorgeschrieben. Bürger sind verpflichtet, ihren Müll zu trennen - dazu gehört auch, dass Elektroschrott weder in den Restmüll noch in die gelbe Tonne oder den gelben Sack gehört. Allerdings kontrolliert niemand den Hausmüll, es droht keine Strafe.