Neue IBAN-Regeln
: Das ändert sich künftig bei Überweisungen

Eine neue Regel für Überweisungen macht das Versenden von Geld innerhalb der EU schneller. Was Kunden jetzt beachten müssen.
Von
Daniel Steiger
Berlin
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IBAN

Durch einen IBAN-Abgleich sollen die Echtzeit-Überweisungen sicherer werden.

Monika Skolimowska/dpa

Geldüberweisungen sollen künftig nicht mehr Tage dauern, sondern in Sekunden erledigt sein und das in ganz Europa. Eine Regel, die seit Beginn des Jahres für Banken freiwillig galt, soll demnächst zur Pflicht werden. Was ändert sich damit für alle Bankkunden?

Neue IBAN-Regel: Das ändert sich bei Überweisungen

Komplett neu ist die Echtzeitüberweisung zwar nicht, weil sie auch bislang schon freiwillig von vielen Finanzinstituten angeboten worden ist. Neu ist aber, dass die Echtzeitüberweisung keine Zusatzkosten verursachen darf. Zudem wird aus der Freiwilligkeit ab 9. Oktober eine Angebotspflicht für die Banken. Bis das Geld mit der Echtzeitüberweisung vom Sender zum Empfänger gelangt, dauert es lediglich bis zu zehn Sekunden - zu jeder Tages- und Nachtzeit und an 365 Tagen im Jahr. Einzige Einschränkung: Wer eine Nicht-Euro-Überweisung in Echtzeit innerhalb der EU durchführen möchte, muss sich dafür noch bis 2027 gedulden.

Neue IBAN-Regel: So sicher ist die Echtzeitüberweisung für Kunden

Weil das Geld bei einer Echtzeitüberweisung sofort vom Konto abgebucht wird, sollten  Verbraucher bei der Eingabe oder Auswahl einer IBAN besonders sorgfältig vorgehen. Den Verbraucherschützern der Verbraucherzentrale NRW zufolge kann eine solche Überweisung bei fehlerhafter Eingabe nur unter erschwerten Bedingungen zurückgeholt werden. Ein entsprechender IBAN-Abgleich zwischen den Instituten im Hintergrund soll aber zumindest sicherstellen, dass Kontonummer und Name des Empfängers übereinstimmen. Passt das nicht, soll bereits vor der Freigabe der Überweisung eine entsprechende Warnung erfolgen. Außerdem können Kunden einen Höchstbetrag für Ihre Echtzeit-Überweisungen festlegen. Die Verbraucherschützer warnen: Gerade in der Einführungsphase könnte das Verfahren für Phishing-Attacken ausgenutzt werden. Beim Online-Banking sollten Kunden deshalb besonders wachsam sein und keine Links in angeblichen E-Mails von der Bank anklicken.