Neue Hitzeglocke: Wann kommt die nächste Hitzewelle im Juli?

Hitze-Comeback im Juli
Tim Wegner/epdNach den Gewittern und der kurzen Abkühlung richtet sich der Blick bereits wieder auf die nächsten heißen Tage. Eine neue, landesweite Hitzewelle steht Deutschland zwar zunächst nicht unmittelbar bevor. Doch vor allem im Süden und Südwesten zeichnet sich Anfang Juli wieder eine deutliche Erwärmung ab.
Zum Wochenstart sorgt eine Kaltfront aus Nordwesten zunächst für etwas kühlere und trockenere Luft. Besonders im Südosten bleibt es am Montag aber noch heiß. Dort werden lokal bis zu 32 Grad erwartet, begleitet von einer erhöhten Gewitter- und Unwettergefahr mit Starkregen, Sturmböen und Hagel.
Wechselhaftes Wetter zur Wochenmitte
Zur Wochenmitte bleibt das Wetter wechselhaft. Am Dienstag liegen die Temperaturen im Norden meist zwischen 21 und 25 Grad, in anderen Regionen zwischen 25 und 30 Grad, im Südwesten lokal bis 32 Grad. Auch Mittwoch, Donnerstag und Freitag bringen nach aktueller Einschätzung eher mäßig-warme bis warme Bedingungen als stabile Hitze. Die Höchstwerte bewegen sich meist zwischen 20 und 29 Grad.
Erste neue Hitze am Wochenende
Erste höhere Temperaturen könnten sich bereits zum ersten Juli-Wochenende bemerkbar machen. Am Samstag und Sonntag sind vor allem am Oberrhein bis zu 31 Grad möglich. Für eine ausgeprägte Hitzewelle reicht das nach derzeitiger Lage aber noch nicht überall.
Ab 6. Juli steigt die Hitzegefahr
Deutlich konkreter wird der Blick auf die Zeit ab Montag, 6. Juli 2026. Dann steigt vor allem im Süden Deutschlands die Hitzegefahr. Der Deutsche Wetterdienst erwartet dort meist trockenes Wetter und Temperaturen von 30 bis 35 Grad. Am Oberrhein kann es sogar leicht darüber hinausgehen. In der Nordhälfte bleibt es dagegen mit 23 bis 28 Grad voraussichtlich gemäßigter und im Norden sowie Nordosten eher wechselhaft.
Wettermodelle zeigen stärkeren Hochdruckeinfluss
Mehrere Wettermodelle deuten darauf hin, dass sich ab dem 4. und 5. Juli wieder stärkerer Hochdruckeinfluss über Mitteleuropa aufbauen könnte. Wetterexperten sehen darin die Möglichkeit, dass erneut sehr heiße Luft aus Südwesten nach Deutschland gelangt. Einzelne Modellrechnungen zeigen für die Zeit danach sogar Werte nahe 39 Grad in Deutschland. In Frankreich und Belgien könnten demnach wieder mehr als 40 Grad möglich sein.
Wird daraus eine neue Hitzewelle?
Ob daraus tatsächlich eine neue Hitzewelle wird, ist noch nicht sicher. Der Deutsche Wetterdienst bleibt vorsichtig und spricht zunächst von einem sich abzeichnenden Hochdruckeinfluss. Klar ist aber, die Verschnaufpause mit Temperaturen unter 30 Grad dürfte nur begrenzt anhalten. Spätestens ab dem ersten Juli-Wochenende und besonders ab dem 6. Juli steigt die Wahrscheinlichkeit für neue Hitze deutlich an.
Südwesten besonders im Blick
Die nächste Hitzephase dürfte damit nicht sofort landesweit einsetzen, aber sie kündigt sich an. Besonders Süddeutschland und der Südwesten müssen ab Anfang Juli wieder mit Temperaturen über 30 Grad rechnen. Ob daraus eine längere und extreme Hitzewelle wird, entscheidet sich in den kommenden Modellläufen.
